Lahr Keine Blüten in der Blumenküche

Gemeinsam am Herd auf der Chrysanthemenbühne (von links): Jochen Burger, Stefanie Weber und Timo Franke Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Die Sonne hat am Mittwoch das erste Mal in diesem Jahr zur Chrsanthema wieder richtig geschienen. Daher war der Marktplatz am Mittag voll. "Kreativ Kochen mit Chrysanthemen" hat in diesem Jahr unter anderem eine vegane Küche geboten.

Lahr. Stefanie Weber (Köchin des Weinguts Weber aus Ettenheim), Timo Franke (Vegan Cuisine aus Bühl) und Jochen Burger (Café-Pension Endehof, Oberprechtal) zeigten vielen Besuchern auf dem Marktplatz, wie sich Chrysanthemen sehr schmackhaft zubereiten lassen. Kredenzt wurde als Vorspeise ein Roastbeef mit Kürbis-Chrysanthemensalat, Ried­käse und Kürbisbrot. Das Hauptgericht bestand aus "Sri-Lanka Roti mit Wattaka", "Kürbis Curry an Tomaten-Chrysanthemen" und "Sambol". Als Dessert beendeten Chrylonge-Joghurt-Törtchen mit Crysanthemengelee und Blutorangen eine interessante Menüfolge.

Stefanie Weber erklärte zunächst, wie man das Roastbeef am besten im Ofen garen würden. Dann klärte sie, dass Speisechrysanthemen nicht die blühenden Pflanzen der Blumenschau wären. Speisechrysanthemen hätten keine Blüten. Es gehört zur Tradition der Chrysanthemenküche in Lahr, dass einige Gäste kosten dürfen. Während Weber also weiter über das korrekte Grün zur Küche mit blütenlosen Chrysanthemen erzählte und die Vorspeise weiter zubereitete, wurden die ersten Häppchen bereits auf dem Marktplatz verteilt.

Eine Besonderheit in diesem Jahr kreierte Timo Franke, Chef der Vegan Cuisine aus Bühl. Er bot mit einem asiatischen und veganen Hauptgericht etwas ganz anderes an. Sein Gericht, inspiriert von der Küche Sri Lankas, erklärte er knapp so: "bunter, reichhaltiger und vielfältiger."

Der Erfolg gibt ihm wohl recht. Sein ausschließlich veganes Restaurant besteht seit fünf Jahren. Sein Hauptgericht bestand aus Kokosraspeln, Linsen, Kürbis, Zwiebeln und Knoblauch, Tomaten, einer Pflanze namens "Sambol" und Kokosfett zum Braten. Nicht zu vergessen waren die Speisechrysanthemen für die Würze. Auch das durften Gäste verkosten.

Das Dessert schuf Jochen Burger, Inhaber der Café-Pension "Endehof" aus dem Oberprechtal. Er kredenzte ein Dessert mittels Joghurt, Sahne, Zucker und dem Likör namens "Chrylonge". Das Ganze wurde als Gelee angerichtet und auf einem Tortenboden namens Hippen mit den Blutorangen angerichtet.

Den Wein stellte das Weingut Weber. Michael Weber, der Bruder der Köchin Stefanie Weber, erklärte, warum welcher Wein zu welchem Gang hier und heute der Richtige wäre.

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