Lahr Kehl: Trainerwechsel soll Kraft bringen

Yacine Abdessadki (in Grün) will nicht den vakanten Co-Trainerposten beim Kehler FV besetzen. Foto: Fissler Foto: Lahrer Zeitung

Nur zwei Punkte trennen den Kehler FV noch von den Abstiegsrängen. Mit dem neuen, alten Cheftrainer Heinz Braun geht es deshalb darum, endlich wieder zu siegen. Ähnlich geht es Lahr, das gegen Schlusslicht Oppenau einen "Dreier" anvisiert.

 

(fis). SV Kuppenheim - Kehler FV (Samstag, 15.30 Uhr). Wieder mit Heinz Braun als Chefcoach hofft der KFV nach der kurzen Amtszeit von Ex-Profi Karim Matmour wieder auf erfolgreichere Zeiten. Wie der sportliche Leiter Jürgen Sax gegenüber unserer Zeitung betonte, kam Matmour, der in der letzten Pressekonferenz gegen den Freiburger FC seinen Abschied schon andeutete, selbst auf den Verein zu: "Karim hat uns mitgeteilt, dass er November sowieso zwei Monate auf Trainerlehrgang ist. Das wussten wir auch schon vorher. Er hat nochmals betont, dass er dem Verein erhalten bleibt und das Projekt KFV in anderer Funktion vorantreiben will. Karim hat sehr professionell gehandelt. Er war fast nur im Profigeschäft und so wollte er auch den Verein vorantreiben. Aber da konnten wir als Verein und Mannschaft nicht so schnell folgen", erläutert Sax.

Der neue, alte Cheftrainer Braun soll laut Sax keine Interimslösung bleiben. Allerdings liegt es an Braun selbst, was daraus wird: "Bis zum Saisonende und danach weiß ich nicht, ob Heinz auch will oder ob er was anderes vorhat", so Sax. Gespräche mit Ex-Profi Yacine Abdessadki wurden zeitgleich geführt. "Wir haben Yacine gefragt, ob er sich die Co-Trainertätigkeit vorstellen könne. Und er hat betont, dass er dabei lieber spielen will. Schon diese Woche hat er individuelle Übungsformen mit spezifischen Elementen trainiert", betont Sax.

In sportlich kritischen Phasen hilft meist ein Erfolgserlebnis, um negativen Stress abzubauen. Und da können die Grenzstädter gleich in Kuppenheim beginnen: "Das ist nicht nur auf dem Feld, sondern unter den Zuschauern immer eine heiße Kiste in Kuppenheim. Da spielen viele Emotionen mit. Wir haben uns selbst in die Misere gebracht, jetzt müssen wir uns eben am eigenen Schopf wieder raus ziehen. Da hilft alles Jammern nichts", zeigt sich der sportliche Leiter kämpferisch.

Allerdings hat die Suspendierung von Kapitän Stefan Laifer noch diese Woche Bestand: "Wir wollen dennoch das Gesicht von Karim Matmour wahren und auch den Spielern zeigen, dass es so nicht geht. Auch wenn einige Kritikpunkte zutrafen", meint Sax. SC Lahr - TuS Oppenau (Samstag, 15.30 Uhr). Erst einen Sieg hat der kommende Gegner des Sportclubs einfahren können. Zuletzt setzte es für den Aufsteiger eine krachende 0:5-Heimklatsche gegen Rielasingen. Drei Punkte im Heimspiel sind deshalb bei der Dewes-Elf fest eingeplant. "Ich werde Oppenau weder groß reden noch unterschätzen. Aber es ist ein Heimspiel und Oppenau wird als Abstiegskandidat gehandelt, da müssen wir natürlich gewinnen", so Lahrs Trainer Oliver Dewes. Der SC-Coach erwartet einen tiefstehenden Gegner, der auf seine Chancen lauern wird. "Da müssen wir Geduld bewahren und unsere eigenen Gegelenheiten konsequent nutzen."

20 Punkte hat Dewes bis zum Ende der Vorrunde ausgerufen. Sollte ein Sieg gegen Oppenau gelingen, wären es bereits derer 14. Neben dem noch immer gesperrten Joe Obosso wird Dewes dabei auf den Langzeitverletzten Martin Weschle ("Er ist erst wieder nächstes Jahr dabei), Moreno Bologna und Violand Kerrelaj verzichten müssen. Während sich Bologna im Spiel gegen Mörsch einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, brach sich Kerrelaj bei der Arbeit einen Finger.

(jn). FC Waldkirch - Offenburger FV (Samstag, 15 Uhr). Nach der überraschenden 0:2-Pleite gegen Stegen trifft der OFV auf den nächsten Aufsteiger. "Wir haben die erste Saisonniederlage analysiert, die Fehler besprochen und erwarten, dass wir wieder in die Spur kommen", bringt OFV-Trainer Florian Kneuker die zurückliegende Begegnung auf den Punkt. Waldkirch steht mit dem 13. Rang auf einem Abstiegsplatz: "Wir dürfen uns nicht so träge wie gegen Stegen präsentieren, sondern müssen die Fehler abstellen, wieder frisch, variabel und mutig auftreten und die spielerischen Lösungen in den Vordergrund stellen", fordert Kneuker. Personell kann Kneuker weitestgehend aus dem Vollen schöpfen.

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