Lahr Kampfpraxis im Vordergrund

Ob Dominik Fehrenbacher (in Rot) mit seinen Kollegen vom RSV Schuttertal an der diesjährigen Runde teilnehmen wird, ist noch nicht entschieden. Auf- und Absteiger wird es nach Lage der Dinge nicht geben.Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Sollte die Saison der Ringer im Herbst starten können, wird es wohl weder Auf- noch Absteiger geben. Die Teilnahme an der Runde wäre daher für die Vereine freiwillig. Bei der RG Lahr will man für die Wettkampfpraxis der Ringer an den Start gehen.

Die Ringervereine in Südbaden haben kürzlich Post bekommen. Absender: der Südbadische Ringerverband (SBRV). Der Inhalt des Rundschreibens dürfte den Sportlern und Funktionären jedoch nur bedingt gefallen haben. Denn mit diesem Schreiben wurden die Vereine informiert, dass die diesjährige Wettkampfrunde nicht gewertet wird – Auf- und Absteiger soll es in den südbadischen Ligen (Oberliga und tiefer) nicht geben. Grund ist die Corona-Pandemie. Wie es beim RSV Schuttertal und der RG Lahr heißt, sind die Vereine nun um Rückmeldung gebeten. Bis zum 7. Juli können die Ringer abstimmen, ob sie an der "Freundschaftsrunde" teilnehmen wollen.

Keine Konsequenzen

Aufgrund der unklaren Ausgangslage und dem fehlenden sportlichen Wettbewerbe hätte eine Absage für die Runde 2020 keine Konsequenzen – weder finanziell noch sportlich. Ein ähnliches Vorgehen hatte zuletzt auch der Badische Tennisverband gewählt, einige Vereine nutzten dort die Chance zum Rückzug.

RG Lahr will teilnehmen

Bei der RG Lahr sieht es jedoch derzeit danach aus, als würde man auch an den Freundschaftskämpfen teilnehmen. "Wir sind der Meinung, dass wir gerne eine Runde machen würden", sagte der Vorsitzende Ferrit Kellouche am Montagmittag auf Nachfrage. "Uns geht es um die Ringer, damit sie auf die Matte dürfen", so Kellouche. Zwar sei es schade, dass die Saison nicht gewertet werde, aber "wir nehmen es, wie es kommt". Man werde dann eben im Jahr 2021 die Tabellenspitze der Verbandsliga angreifen, so Kellouche. Wichtiger sei die Wettkampfpraxis der Sportler, die ab Mittwoch auch wieder in der Halle trainieren dürfen. "Unsere Ringer sind froh, wenn sie wieder auf die Matte dürfen", sagt Kellouche.

RSV entscheidet sich bald

Beim Oberligisten RSV Schuttertal ist die Entscheidung dagegen noch nicht gefallen, man werde das in dieser Woche besprechen, sagt der RSV-Pressewart Franz Oehler. Er persönlich glaube, dass Wettkämpfe schwer umsetzbar seien, wenn für das Publikum Abstandsregeln gelten. In den kleinen Hallen werde es dann sehr schwer, so Oehler, am Ende müsse ja dann auch die Gemeinde zustimmen.

Regionalliga ist abgesagt

Entschieden ist beim RSV jedoch noch nichts, schließlich weiß man auch um die Vorteile einer "Freundschaftsrunde". "Es würde helfen, dass das Ringen in der Öffentlichkeit nicht vergessen wird", sagt Oehler. Sollten sich die Schuttertäler zum Start entscheiden, sind auch Duelle gegen Teams aus einer höheren Klasse möglich. Denn da die Regionalliga komplett abgesagt wurde, sei es unter Umständen möglich, dass Regionalligisten in der Oberliga mitkämpfen, so Oehler. Die Voraussetzung: Im Herbst kann gerungen werden.

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