(skl). "Wann hatte man denn schon sonst die Chance, einen Bundesligaspieler hautnah zu erleben?", erinnert sich der Jugendleiter des SC Lahr, Stefan Wölfle an jene Zeit, als der Sportclub noch Jahr für Jahr die ganz großen Namen der Bundesliga als Stargäste ins Lahrer Hallensportzentrum bewegte. "Und dann überreichten die auch noch die Pokale. Für die jungen Spieler war das natürlich klasse." Von 1990 bis 2017 hatte der gastgebende SC Lahr alle Jahre wieder Profiklubs angeschrieben, mit der Bitte für das Finale der Stadtmeisterschaft einen Spieler abzustellen. "Das war ein riesiger Aufwand und der Druck wurde auch immer größer, weil die Erwartungshaltung ständig stieg", so Wölfle über die Kontaktaufnahme mit Spielern wie "Euro-Eddy" Schmitt, der aus Karlsruhe eine noch vertrebare Anfahrt hatte oder Christian Wörns ("Der wurde extra eingeflogen.") Als das Konzept des Traditionsturniers 2018 in eine "offene Stadtmeisterschaft" geändert wurde, war auch die Zeit der Bundesligastars auf der Lahrer Bühne endgültig passé. Schon die letzten acht Jahre hatte der SC Lahr aufgrund einer Kooperation mit dem SC Freiburg nur noch Profis aus dem Breisgau kostenlos engagieren können. Doch 2018 war auch das vorbei. "Die Bundesligisten haben Verträge mit Sponsoren und so viele Eigentermine, dass sie das gar nicht mehr stemmen können", erklärt Wölfle, der die Hoffnung jedoch noch nicht aufgeben hat, zum 40. Turnierjubiläum im kommenden Jahr erneut einen dicken Fisch an Land zu ziehen.