Lahr Im Schritttempo ans Ziel

Die grüne Ampel täuscht: Warten statt freie Fahrt hieß es am Montagmorgen auf der Freiburger Straße in Lahr Richtung Offenburg für die Autofahrer. Kein Einzelfall: Rund um Lahr kam es für die Autofahrer zu Verzögerungen. Foto: Stangenberg

Erwartet langsam geht es für die Autofahrer im Berufsverkehr seit Montag voran. Drei volle Wochen lang wird die Auffahrt Karlsruhe gesperrt sein. Ein Unfall auf der A 5 in den Morgenstunden verschärfte die Situation zusätzlich.

 

Lahr. Der Verkehr, besonders auf der B 3 zwischen Rust, Ettenheim und Lahr und zwischen Lahr und Offenburg lief gestern zwar, doch die Autofahrer benötigten eine gute Portion Geduld. Weder bei der Polizei noch beim Regierungspräsidium Freiburg seien Beschwerden oder Ähnliches eingegangen, heißt es auf Nachfrage. Udo Gütle, Projektleiter des RP, geht davon aus, dass die nächsten Tage ohnehin besser laufen werden als der Start, da ein Unfall auf der A 5 die Situation im Berufsverkehr "unnötig verschärft" habe.

Bei dem Unfall mit mehreren Beteiligten gegen 7.30 Uhr ist eine 31-Jährige leicht verletzt worden. Laut Polizei staute sich auf Höhe der Anschlussstelle Lahr der Verkehr auf der rechten Spur, was zur Folge hatte, dass der 33 Jahre alte Fahrer eines Renault-Transporters und der 61-jährige Fahrer eines Fiat Ducato stark abbremsen mussten. Ein ihnen nachfolgender 20-jähriger VW-Golf-Fahrer musste beim Erkennen der Situation eine Vollbremsung einleiten. Da er erkannte, dass ihm das Abbremsen bis zum Stillstand hinter diesen Fahrzeugen nicht reichen wird, wich der junge Mann auf den linken Fahrstreifen aus. Hier kollidierte er jedoch mit dem Renault Megane einer heranfahrenden 31-Jährigen.

25 000 Euro Schaden bei Auffahrunfall

Durch den Zusammenstoß wurde der Golf des jungen Mannes gegen die Fahrzeuge des 33- und des 61-Jährigen geschleudert. Durch den Zusammenstoß entstand an dem Golf und dem Megane jeweils Totalschaden und sie mussten im Anschluss abgeschleppt werden. An den vier Fahrzeugen entstand ein Schaden von insgesamt etwa 25 000 Euro. Durch den Unfall war die linke Fahrspur in Richtung Karlsruhe bis zur Räumung der Unfallstelle blockiert, was einen Stau von etwa sechs Kilometern Länge zur Folge hatte. Gegen einen noch unbekannten Fahrer eines weißen Klein-Lastwagens mit FR-Kennzeichen werden ebenfalls Ermittlungen geführt. Dieser hielt auf der rechten Spur auf Höhe der gesperrten Anschlussstelle Lahr an und suchte sich im Anschluss einen Weg zwischen den Absperrbaken hindurch, um die Autobahn zu verlassen. Dies führte vermutlich zum starken Abbremsen des zuvor fließenden Verkehrs und möglicherweise auch zum Unfall der vier Fahrzeuge, so die Polizei.

Gütle glaubt, dass durch den Unfall noch mehr Fahrzeuge auf die B 3 ausgewichen sind, als dies eigentlich der Fall gewesen wäre.

Flüssig ging es dafür direkt am Zubringer zu. Dort gibt es zunächst keine Ampelschaltung mehr, sodass Fahrer auf der B 415 freie Fahrt haben.

Trotz des feuchten Wetters konnten die Arbeiten an der gesperrten Ein- und Ausfahrt wie geplant beginnen. Als Erstes bauten die Arbeiter die Ampelanlage ab. Der Plan des RP sieht weiter die Demontage der Schutzplanke und der transportablen Schutzwände vor. Am Montag wurde außerdem schon mit dem Bau der Fundamente für die Schilderbrücke begonnen. In den nächsten Tagen werde zudem eine Leerrohrtrasse für Kabel gebaut. Auf dem Plan für die weiteren Wochen stehen zudem unter anderem das Anlegen von neuen Verkehrsinseln und umfangreiche Asphaltarbeiten.

INFO

Nur eine Spur Richtung Süden

Der Rückbau der Baustelle auf der A 5 zwischen Offenburg und Lahr im Bereich Höfen kommt schneller voran als geplant: Bereits am Mittwoch, 15. November, können die transportablen Betongleitwände eingesammelt und die Gelbmarkierungen entfernt werden. Leider, so das RP, steht daher ab Mittwoch, 9 Uhr, Richtung Basel nur eine Spur zur Verfügung. Der Abbau dauert bis Donnerstag, 19 Uhr – mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Ab Freitag, 17. November, gibt es dann eine Baustelle weniger.

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