Lahr Im Kanadaring hat sich einiges getan

Im ersten Sanierungsabschnitt sind eine ganze Reihe von Gebäuden im Kanadaring modernisiert worden, machte Klaus Birkner (links), technischer Leiter der Wohnbau Stadt Lahr, bei einem Rundgang deutlich. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Die Wohnbau Stadt Lahr blickt nicht nur auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sie feiert auch die Fertigstellung des ersten Sanierungsabschnitts im Kanadaring. OB Müller drückte es so aus: "Das ist ein repräsentatives Wohngebiet geworden."

Lahr. Mehr als 25 Millionen Euro – davon allein 6,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr – hat die Wohnbau im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms "Soziale Stadt" bisher in die Modernisierung des Wohngebiets Kanadaring investiert, machte das Unternehmen am Mittwoch bei einem Presserundgang deutlich. Das wurde bisher im Kanadaring getan: Rechtzeitig zum Beginn der Landesgartenschau hat die Wohnungsbaugesellschaft, die der Stadt gehört, am Schutterufer drei Stadthäuser mit 36 Neubauwohnungen fertiggestellt. Außerdem wurden 269 Bestandswohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 16 000 Quadratmetern modernisiert. Das betrifft die Gebäude Schwarzwaldstraße 51 bis 55, Kanadaring 20 bis 24, Kanadaring 47 bis 53 und Kanadaring 59 bis 91. Außerdem hat das Unternehmen Bauwert aus Baden-Baden 25 Millionen Euro in das Neubauprojekt "Quartiersplatz" investiert. In vier neuen Wohnhäusern sind 133 Wohnungen entstanden.   So geht es im Wohngebiet weiter: Im nächsten Schritt will die Wohnbau weitere 120 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 10 000 Quadratmetern in zehn Bestandsgebäuden rechts vom neuen Kreisverkehr in Richtung Schutter modernisieren. Rund 16 Millionen Euro gibt das Unternehmen dafür aus. 2024 soll alles fertig sein. "Dieser ambitionierte Zeitplan ist nur möglich, weil die Stadt Komplementärmittel von rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stellt und die Wohnbau gleichzeitig durch eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 1,8 Millionen Euro stärkt", so Geschäftsführer Guido Echterbruch. Pro Jahr werden zwei Bestandsgebäude modernisiert. Außerdem beginnt das Unternehmen im kommenden Jahr mit dem Bau von zwei neuen Stadthäusern mit insgesamt 26 öffentlich geförderten Mietwohnungen an der Schutter – dort, wo früher die Walter-Kolb-Halle stand. Das kostet fünf Millionen Euro. Zwei weitere Stadthäuser sollen dort später folgen.

  Das hat die Wohnbau noch getan: Im vergangenen Jahr hat das städtische Tochterunternehmen 2,3 Millionen Euro für die Aufwertung weiterer Bestandsimmobilien im Stadtgebiet ausgegeben, sagte Geschäftsführer Echterbruch. Trotz dieser hohen Ausgaben seit es dem Unternehmen erneut gelungen, einen Jahresüberschuss von knapp 1,4 Millionen Euro zu erwirtschaften, so Echterbruch. Die Bilanzsumme liegt bei rund 79,1 Millionen Euro (2017: 75,2 Millionen Euro). Das Eigenkapital ist auf rund 26,7 Millionen Euro (2017: 25,3 Millionen Euro) angewachsen.

Das sind die weiteren Projekte: Mit der Neugestaltung des Wohngebiets an der Flugplatzstraße steht laut Echternbruch bereits ein weiteres Großprojekt in den Startlöchern, das die Wohnbau in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung realisieren will (wir haben berichtet). Baubeginn ist voraussichtlich 2021. Neben öffentlich geförderten sollen auch frei finanzierte Mietwohnungen und Eigentumswohnungen entstehen. In der Leopoldstraße baut die Wohnbau ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit elf sozial geförderten Wohnungen, so der Geschäftsführer weiter. Jedes Jahr soll ein Bestandsgebäude auf einen zeitgemäßen energetischen Standard gebracht werden – in den kommenden Monaten in der Friedrichstraße 68/70 und in der Oberen Bergstraße 7 und 9. Die Mieten sollen hinterher die Sieben-Euro-Grenze nicht überschreiten.

Die Wohnbau Stadt Lahr hat 1325 Mietwohnungen im Eigenbestand und verwaltet 95 weitere Wohnungen. Die Kaltmiete in rund 45 Prozent der Mietwohnungen liegt bei sechs Euro oder weniger pro Quadratmeter. Außerdem ist die Wohnbau für 116 Wohneinheiten in Mietverwaltung für Dritte und elf Gewerbeeinheiten verantwortlich.

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