Lahr "Hier gibt’s wenig Schatten"

Lahr - Viele Schwimmfans standen in den vergangenen Tagen enttäuscht vor der verschlossenen Tür des Terrassenbads, dessen Kapazität in diesem Sommer gedeckelt ist. Dabei gibt’s in der Stadt eine Bade-Alternative – den LGS-See.

Viel weniger los am LGS-See

Der Kontrast könnte kaum größer sein: Am Dienstag gegen 12.30 Uhr stehen gut 50 Menschen vor der Kasse des Terrassenbads Schlange, drinnen tummeln sich bereits Hunderte. Zur gleichen Zeit herrscht am LGS-Badesee zwar nicht gerade gähnende Leere, aber es ist doch viel weniger los: Im flachen Wasser spielen fünf Kinder, im gesamten Strandbereich halten sich lediglich 25 Besucher auf – die meisten von ihnen sitzen auf den Bänken am Rand der Strandpromenade.

Dabei muss man beim LGS-See keinen Eintritt bezahlen, es gibt einen breiten Sandstrand, außerdem stehen den Besuchern die sanitären Anlagen des Hauses am See zur Verfügung. Und die Liegewiese hat ungefähr die Größe eines Fußballfeldes. Hier wäre Platz für alle, die ins Terrassenbad nicht mehr reingelasen werden.

Wasser warm und Boden flach

Unter den wenigen Besuchern am LGS-See ist Lórien Fuhrmann mit ihren drei kleinen Kindern. Sie wohne ganz in der Nähe, daher komme sie her. Dagegen sei das Terrassenbad ein Stück entfernt, sagt sie und zeigt auf ihren schwer beladenen Kinderwagen, den sie für einen Besuch im Freibad bergauf schieben müsste. Ihrem achtjährigen Sohn Gregorio gefällt’s am LGS-See: Das Wasser sei schön warm und nicht zu tief, außerdem sei es hier nicht so voll. Doch der Junge hat auch Schwachpunkte ausgemacht: Algen würden beim Schwimmen stören, außerdem fehle ein Sprungturm. Seine kleine Schwester Valentina (6) sagt, dass der Sand in der Sonne sehr heiß sei.

Nachdem ihr Nachwuchs sich im Wasser vergnügt hat, packt Lórien Fuhrmann Kind und Kegel auch schon wieder zusammen: Hier fehle Schatten, deshalb könne sie nicht länger bleiben.

Nachmittags sei laut Besuchern mehr los 

Nebenan sitzen Eugen und Ekatarina Schmal und gucken ihren zweijährigen Zwillingen zu, die im Sand buddeln. Sie haben auch noch eine siebenjährige Tochter, die im Wasser schwimmt. Nein, der fehlende Schatten störe sie nicht, versichern sie. Ihren Kindern würde es hier gefallen, das sei das Wichtigste.

Der See sei beliebt, vom aktuell schwachen Besuch dürfe man sich nicht täuschen lassen, so Eugen Schmal. Er rät dem Berichterstatter, in drei, vier Stunden wiederzukommen – dann sei viel mehr los. "Am Montagnachmittag war ich auch da, da waren bstimmt 300 oder 400 Menschen hier", so Schmal.

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