Lahr Grüne kritisieren "Zerstörung der Natur" bei der Akad

Für die zusätzlichen Wohnhäuser auf dem früheren Akad-Gelände müssen Bäume weichen. Foto: Weber

Lahr (sm) - Die Bebauung des früheren Akad-Geländes hat eine weitere Hürde genommen: Der Technische Ausschuss hat grünes Licht gegeben, dass dafür ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Scharfe Kritik an dem Projekt gibt es von den Grünen.

 

Die Firma Imolar, der das Gelände gehört, will die Bestandsgebäude erhalten und sechs barrierefreie Gebäude mit jeweils drei bis vier Geschossen bauen. Insgesamt soll es rund 60 Wohnungen und ein Bistro oder Café geben. Entstehen sollen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmetern. Unterhalb der drei nördlichen Gebäude entlang des Hohbergwegs soll eine Tiefgarage mit 41 Stellplätzen gebaut werden. Eine weitere Tierfgarage mit zwölf Stellplätzen ist unter dem südlichen Gebäude angedacht. Außerdem stehen 97 oberirdische Stellplätze zur Verfügung.

"Die Planung von Imolar zielt darauf ab, die parkähnliche Struktur des Grundstücks zu erhalten sowie einen Großteil der Bestandsbäume zu erhalten", so die Stadtverwaltung. Ganz anderer Meinung sind da die Grünen: "Hier wird Schritt für Schritt die Natur kaputtgemacht", sagte Claus Vollmer mit Blick darauf, dass vor Jahren das benachbarte Areal Hohbergsee teilweise bebaut wurde. Der Park auf dem Akad-Gelände werde schlicht zerstört.

Auch Ilona Rompel (CDU) monierte, dass "die parkähnliche Struktur weg ist". Trotzdem stimmte sie für das Projekt, weil die Stadt zusätzlichen Wohnraum brauche. Auf diesen Aspekt wies auch Roland Hirsch (SPD) hin. Hirschs Fraktionskollege Walter Caroli sorgte sich um die Amphibien. Entlang des Hohbergwegs verläuft die Amphibienleiteinrichtung, die im Bebauungsplan festgesetzt werden soll. Auf das Gelände selbst kommen die Amphibien laut Stadtverwaltung nicht. Hirsch und Uffelmann wiesen darauf hin, dass die öffentlichen Stellplätze, auf denen Freizeitsportler parken, unbedingt erhalten bleiben müssen. Bei zwei Gegenstimmen von den Grünen sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass ein Bebauungsplan für das Akad-Gelände aufgestellt wird.

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