Lahr Gewappnet für den Endspurt

Einen Nistkasten mit Stadtlogo gab es als Präsent für den Oberbürgermeister (von links): Katrin Lorenz, OB Wolfgang G. Müller, Michael Ständer und Ulrike Holland. Foto: Breuer

Lahr - Für den Freundeskreis der Landesgartenschau geht es jetzt in den Endspurt. Bei der Hauptversammlung am Montagabend in "Blanks Genussarena" gab es neben Berichten auch viele Fotos und eine Überraschung für den Oberbürgermeister.

"Der ist für meinen Vogel aber nicht groß genug", witzelte Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, als ihm die Freunde der Landesgartenschau einen eigenen Nistkasten mit Logo der Stadt Lahr überreichten. Der Holzkasten, der Vögeln einen Nistplatz bieten soll, stammt aus der Kollektion von Katrin Lorenz, Michael Ständer und Kurt Längin. Die drei produzieren die Nistkästen schon seit gut drei Jahren für Kinderaktionen, als Projekt für die LGS und seit kurzem auch als Dankeschön für besondere Sponsoren.

Vorsitzende Ulrike Holland, Klaus-Peter Blawert, Leiter der Arbeitsgruppe Römer, Detlef Lingner, Projektverantwortlicher für den archäobotanischen Garten und die Streuobstwiese, sowie Walter Vogel, Herr der Finanzen, informierten über das vergangene Vereinsjahr und gaben einen Ausblick auf die Aktivitäten im Landesgartenschau-Jahr.

Im Bürgerwald wird der Verein die Sitzbank des Freundeskreises aufstellen, die sechs sogenannten Papstbänke, die schon vor mehreren Jahren nach dem Besuch von Papst Benedikt in Lahr gekauft und lange eingelagert worden waren. Nun werden sie im Seepark Möglichkeit geben, sich auszuruhen.

Der archäobotanische Garten ist soweit angelegt, die 320 Bäume und Sträucher sind, wenn auch wetterbedingt etwas verspätet, eingepflanzt. Bei der Auswahl von Gewächsen und Saatgut wurde auf die Lahrer Liste geachtet, wie Detlef Lingner berichtete. Derzeit sei auch das Streifenhaus im Bau. Auf der Streuobstwiese seien mittlerweile sehr viele Insektenarten, davon einige, die als hochgradig vom Aussterben bedroht gelten, zu finden. Der Star der Wiese sei der große Feuerfalter, der sich zwischenzeitlich nicht mehr nur im geschützten Bereich des Biotops zeige.

Finanziell steht der Verein gut da. Walter Vogel gab einen Einblick in die finanzielle Situation des Vereins. Dank großzügiger Spenden der Bürgerstiftung Bürger für Lahr in Höhe von 3000 Euro, der Sparkassenstiftung mit 10 000 Euro und vieler kleinerer Spenden habe die Gruppe ein gutes Polster, das für die Umsetzung der vielen Projekte nötig sei.

Oberbürgermeister Müller zollte der Vorsitzenden und ihren Mitstreitern höchsten Respekt. Die Vorsitzende habe schon einen Freundeskreis gegründet, da habe die Stadt noch nicht einmal daran gedacht.

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