Lahr Generationenwechsel ist gelungen

Besondere Ehrung (von links): Christine Buck, das neue Ehrenmitglied Helmut Frenzer, Heidrun Tschirwa und Christopher Kern. Foto: Haid Foto: Lahrer Zeitung

Von Marion Haid

Der Kulturkreis hat sich vor einem Jahr neu aufgestellt und den Verein vor der Auflösung bewahrt. Bei der ersten Hauptversammlung nach dem Generationenwechsel hat der Vorstand ein positives Fazit gezogen.

Lahr. 22 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kabarett, Theater, Lesung und Film haben mehr als 1500 Gäste in den Stiftsschaffneikeller gezogen, berichtete Susanne Schmidt vom Vorstand. Publikumsmagneten waren die Theateraufführungen, gefolgt von Konzertveranstaltungen. Im Durchschnitt besuchten zwischen 80 und 100 Personen die Veranstaltungen des Kulturkreises. Drei Veranstaltungen, eine Veranstaltung für Flüchtlinge, eine Feierstunde zur Verlegung von Stolpersteinen und eine Puppentheatervorführung für Flüchtlingskinder hat der Verein in der vergangenen Spielzeit gesponsert, sagte Kassenwart Martin Pfeiffer. Die erste Spielzeit unter der neuen Vorstandsgeneration schloss mit einem "leichten Defizit" von rund 700 Euro. Elf Veranstaltungen erwirtschafteten ein Plus, elf ein Minus. Davon "haben zwei richtig weh getan", die alleine ein Minus von rund 2000 Euro einfuhren.

Als Ziel für das nächste Jahr hat Pfeiffer ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis ausgegeben. Dafür werde während der Puppenparade nur ein Theater engagiert, das mehrere Vorstellungen geben kann. Zudem werde überlegt, die Technikkosten mit eigener Anlage und Know-how zu senken. Durch die vielen Veranstaltungen und die regelmäßigen Proben der eigenen Theaterbühne gebe es "wenig Luft" für externe Vermietungen des Kellers, so Pfeiffer. Bei der Stadt sei ein Zuschuss beantragt worden, eine Entscheidung steht laut Vorstand noch aus.

Das Programm der neuen Saison ist weiter von Lahrer Projekten und Gastspielen externer Künstler geprägt. Mit drei Veranstaltungen wird die Tradition von Jazzkonzerten im Stiftsschaffneikeller fortgesetzt. Im Dezember wird die zweite Eigenproduktion der Theaterbühne im Keller unter der Leitung von Christopher Kern aufgeführt. Auf dem Programm steht die Komödie "D’schwäbisch Schwägerin" über eine Frau, die am Wochenende der Volksabstimmung über den Zusammenschluss von Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden mit ihrem Sohn nach Lahr reist. "Das historische Thema wird humorvoll aufgearbeitet", verspricht Kern. Das Amateurtheater wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Projektpreis von "Sternschnuppen – Kultursommer Lahr 2016" ausgezeichnet.

Mittlerweile zählt der Kulturkreis rund 199 Mitglieder. Seit Juni 2015 sind 13 neu dazugekommen und vier Mitglieder aus dem Verein ausgetreten, berichtete Annette Birnbaum. Ein Grafikteam aus der Vorstandschaft kümmert sich um das neu gestaltete Programmheft, um die Gestaltung der Plakate und um den Facebook- und Webauftritt des Vereins, der nun überarbeitet werden soll, informierte Birnbaum.

Helmut Frenzer, ehemaliger Vorsitzender, wurde zum Ehrenmitglied des Kulturkreises ernannt. Er habe mit dem Vorstand das Überleben des Vereins gesichert, er war "Gesicht und Macher", sagte Christopher Kern.

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