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Lahr Gärtnergepflegte Grabfelder auch in Langenwinkel

Entstehen soll das Feld im Eingangsbereich des Friedhofs, gegenüber der Einsegnungshalle. Foto: Mühl

Langenwinkel. Der Trend zu gärtnergepflegten Grabfeldern setzt sich in Lahr weiter fort. Im Ortsteil Langenwinkel wird ein entsprechendes Projekt für 2018 vorbereitet. Die Friedhofsverwaltung stellte am Dienstag im Ortschaftsrat erste Grundüberlegungen vor.

 

Erstes signifikantes Beispiel für diese Art der Bestattung war der Bergfriedhof, weitere Felder wurden etwa in Reichenbach und im Mai diesen Jahres in Hugsweier erstellt. 2018 soll es nun auch im Ortsteil Langenwinkel so weit sein. Herbert Schneider von der Friedhofsverwaltung stellte im Rahmen einer Präsentation erste Einzelheiten vor, wobei sich das Grundkonzept an die Ausführung in Hugsweier zumindest anlehnt.

Entstehen soll das Feld im Eingangsbereich des Friedhofs, gegenüber der Einsegnungshalle. Allein dieser Umstand stieß bei den Räten bereits auf Gegenliebe, weil besagter Bereich optisch deutlich aufgewertet werde. Gerade für Angehörige, die Gräber nicht regelmäßig pflegen können oder wollen, bietet sich diese Bestattungsform an. Für Angehörige wird dennoch die Möglichkeit bestehen, beispielsweise Blumen abzulegen. Grabsteine können weiter individuell ausgeführt sein, wobei sie kein Muss darstellen.

Während in Hugsweier ein erster Abschnitt für zwölf Gräber (acht Urnen-, vier Erdgrabstätten) ausgelegt wurde, stehen solche Einzelheiten in Langenwinkel noch nicht fest. Schneider führte aus, dass die Feldkonzeption erst einmal erstellt, die Planungen dann voraussichtlich im April oder Mai 2018 wieder im Ortschaftsrat vorgestellt werden könnten. Entsprechende Beschlüsse vorausgesetzt, könnte das neue Feld im Anschluss etwa im Herbst kommenden Jahres fertiggestellt werden.

Auch zu Preisen für die Nutzer ließ sich Schneider noch nicht näher aus. Das hänge immer ein Stück weit von der Ausführung und der gewünschten Nutzungsart ab. Der Nutzer zahle in der Regel einmalig für die Grabpflege über den Zeitraum von 25 Jahren. Der Ortschaftsrat zeigte sich mit einem einhelligen Beschluss ebenso wie anwesende Zuhörer einverstanden mit der Konzeption und dem geplanten weiteren Vorgehen. Wichtig sei, klein anzufangen und genau zu beobachten, wie das neue Feld angenommen werde. Das Konzept komme den Bürgern entgegen und folge den aktuellen Wünschen, was begrüßt wurde.

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