Lahr Feuerwehr übt im Südbau der Klinik

Lahr - Der alte Südbau des Lahrer Klinikums hat – fast – ausgedient und wird in Kürze abgerissen. Die Feuerwehr der Kernstadt und die Abteilungen der Stadtteile haben es deshalb in den vergangenen vier Wochen als Übungsobjekt genutzt.

 

Einen abschließenden Großeinsatz der Löschzüge der Kernstadt, Kuhbach und Reichenbach sowie aus Hugsweier, Langenwinkel und Kippenheimweiler gab es am Freitagabend ab 19 Uhr. Insgesamt waren gut 60 Einsatzkräfte samt der Drehleiter im Einsatz, um die etwa 40 "Verletzten" zu bergen und anschließend den "Brand" zu löschen. Bereits am Donnerstag hatte es ein ähnliches Szenario am Südbau gegeben. Da waren die Züge der Abteilungen der Kernstadt mit anderer Besetzung sowie der Abteilungen aus Mietersheim und Sulz beteiligt. Die Nebelwerfer haben am Freitag schnell gute Arbeit geleistet. Man konnte, was wörtlich zu nehmen ist, die Hand nicht vor Augen erkennen.

Aus den Zimmern dröhnen viele verschiedene Stimmen. Das "Geschrei" stammt aus den noch montierten Fernsehgeräten, die auf unterschiedliche Sendern laufen. Die Station "S 2" ist verqualmt, und der Qualm dringt nach oben in die Station "S 3". Die "Opfer", im Ernstfall Patienten, die ans Bett gefesselt wären, sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr, der Altersabteilung und – noch eine Besonderheit, Pfleger des "Spitals".

"Ihr zwei seid Opfer." Kerstin Wieseke ist Pflegedienstleiterin des Altersheims und seit Jahren erfahrene Feuerwehrfrau. Kurz vor dem Alarm weist sie Kollegen des Spitals ein, wo sie ihren Platz haben würden. Sie erklärt auch, warum gerade diese Übung so wichtig ist. Die Mitarbeiter im Spital erleben – ziemlich hautnah – wie sich die Situation entwickelt, wenn Helfer ohne Erfahrung und Pflegebedürftige hilflos im zweiten und dritten Obergeschoss von einem Brand überrascht werden.

Zu der Zeit haben Einsatzkräfte der Kernstadt mit der Drehleiter die Opfer am Brandherd und den angrenzenden Zimmern gerettet. Am Notausgang haben andere Feuerwehrleute ein starkes Gebläse aufgebaut, allmählich können die Retter die "Opfer" auch erkennen. In den Stockwerken darüber waren ebenfalls "Patienten" aus dem Rauch zu bergen.

Gegen 20.15 Uhr waren die letzten Patienten geborgen. Jetzt beginnen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung. Laut dem Drehbuch ist das allerdings relativ harmlos gewesen. Feuer, von außen durch flackerndes Licht sichtbar gemacht, hat es nur in einem Zimmer der Station 2 gegeben.

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