Lahr Feuerteufel schlägt wieder zu

Das nächste Feuer: In Mahlbergs Altstadt brannte in der Nacht auf Montag ein Hyundai ab. Foto: Künstle

Südliche Ortenau - Genau vier Wochen war Ruhe, jetzt hat wieder ein Auto gebrannt: In der Nacht auf Montag stand in Mahlberg ein Hyundai in Flammen. Möglicherweise wurde der Täter gesehen, es soll eine Zeugin geben.

Kurz vor 3 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr in die Radbrunnengasse gerufen, mitten in Mahlbergs Altstadt. Das Feuer war rasch gelöscht, die Einsatzkräfte vermochten aber nicht zu verhindern, dass der vordere Teil das Autos komplett ausbrannte. Auch ein daneben geparkter Smart wurde in arge Mitleidenschaft gezogen. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge liegt der Gesamtschaden bei 15 000 Euro.

Hat erneut der Serienbrandstifter zugeschlagen? Sehr wahrscheinlich, ja. "Die bisherigen Ermittlungen der Beamten der Kriminalpolizei sowie die Überprüfungen der Kriminaltechniker lassen darauf schließen, dass der Wagen mutwillig in Brand gesteckt wurde und dass ein Tatzusammenhang zur Brandserie in der südlichen Ortenau besteht", teilte die Polizei am Montagnachmittag mit.

Von September 2017 bis April diesen Jahres notierte die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe "Mahlberg"  32 Fälle. Danach war Ruhe, bis die Serie Ende September erneut aufflammte. Neun weitere Brände sind seitdem dazu gekommen.

Macht insgesamt 41. Wobei die Polizei "nach jetzigem Ermittlungsstand von zwei Brandserien ausgeht", wie Pressesprecher Yannik Hilger auf Nachfrage erklärt. Grund dafür sei die lange Pause von fünf Monaten. Konkrete Anhaltspunkte für mehr als einen Brandstifter gebe es nicht, sagt Hilger: "Die Vorgehensweise ist nach wie vor dieselbe." Nach Informationen unserer Zeitung werden stets die Vorderreifen mithilfe von Brandbeschleuniger angesteckt, von wo aus das Unheil seinen Lauf nimmt.

Neue Hinweise auf den oder die Feuerteufel gibt es auch nach dem jüngsten Brand in Mahlberg nicht. Zwar war die Polizei mit mehreren Streifenwagen am Einsatzort und auch ein Hubschrauber wurde losgeschickt, beides jedoch ohne Erfolg. "Es wurden keine verdächtigen Personen ermittelt", so Hilger.

Weitergehende Informationen hatte Bürgermeister Dietmar Benz bei der Gemeinderatssitzung am Abend parat: "Eventuell wurde der Täter gesehen." Bei der Zeugin soll es sich "nach allem, was man so hört" (Benz) um eine Zeitungsausträgerin handeln. Bleibt abzuwarten, wie gut die Beobachtungen der Frau waren – und ob es sich bei der Person, die sie gesehen hat, überhaupt um den Täter handelt.

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