Lahr Fasentsjubiläum mit 3000 Hästrägern

Sulz - Das Wetter war den etwa 3000 Hästrägern und den närrischen Besuchern am Sonntagnachmittag gewogen. Mit einem bunten Umzug trugen die Sulzer Schlossbühljäger und die Ranzengarde, ihren Teil zum 750. Geburtstag von Sulz in diesem Jahr bei.

"Ein Geburtstag ist noch lange kein Grund, dass man älter wird." Ob Diakon Werner Kohler, der in Sulz zu Hause ist, damit den Schlossbühljägern und der Ranzengarde einen kleinen Trost spenden wollte? Die Narren feiern ihren 35 Geburtstag, der doch etwas kleiner erscheint, angesichts der ersten urkundlichen Nennung von Sulz aus dem Jahr 1270 und daher der richtige Anlass, dieses dreviertel Jahrtausend gehörig zu feiern.

Hexen und wilde Christen geben sich in Sulz die Ehre

Die Narren aus Sulz hatten zum Umzug gebeten und es kamen: Ganz aus der Nähe der Sulzer Musikverein, der gekonnt in schiefen Tönen den Zug nach dem "Narresome" der Schlossbühljäger anführte. Auch nicht weit hatten es die Schelmenwinkler aus Kippenheim oder die Schwarzwälder Risigwibli aus Lahr, die beim närrischen Tanz zwischen Rathaus und katholischer Kirche dabei waren. Hexen gaben sich die Ehre unter anderem aus Kippenheimweiler, Schweighausen, Wittelbach oder Grafenhausen und Rust. Die Wilden Christen aus Wallburg waren unter den Hästrägern wie auch die Reichenbacher Schutterschlurbi oder die Schärgässler ebenfalls aus Reichenbach. Von etwas weiter her waren die Stai‘bruch Häxe aus Bötzingen gekommen oder Eiskellerdämonen aus Oberachern.

Bunte Papierschnipsel und gewagte Akrobatik der Narren

Die Narren feierten fröhlich im Sonnenschein, der die vielen Farben der Häser strahlen ließ. Im Sonnenschein waren Konfetti aber immer noch fiese kleine Papierschnipsel, die dem Narrenvolk am Rande nicht nur in die Kragen gestopft wurden. Auch einige gewagte Konstruktionen waren zu bestaunen: Pyramiden aus bis zu vier Etagen Narren gestapelt sorgten für viel Applaus.

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