Lahr Fasent wird immer teurer

Lahr - Beim Narrenumzug in Lahr am Sonntag, 19. Januar, steht die Stadt ganz im Zeichen der Fastnacht, sogar Straßen werden dafür abgeriegelt. Um die Kosten für die Organisation einigermaßen zu decken, verkauft die Zunft wieder ihre Eintrittsplaketten.

Die Plaketten gibt es auch in diesem Jahr wieder an festen Stationen, so Oberzunftmeister Johannes Ruf von der Lahrer Narrenzunft, die in diesem Jahr den Umzug organisiert. Außerdem werden vier Verkäuferpaare die Strecke ablaufen. Diese werden in diesem Jahr ein Schreiben mitführen, in dem die Auslagen der Zunft kurz skizziert werden, damit die Zuschauer sehen, wofür der den Eintritt verwendet wird. Der Preis der Plaketten wurde seit 2013 nicht erhöht, er liegt nach wie vor bei drei Euro, so Ruf im Gespräch mit der Lahrer Zeitung.

Den Einnahmen stehen viele Ausgaben gegenüber. Die Zunft muss unter anderem die Müllentsorgung und den Sanitätsdienst davon bezahlen. Auch diverse Genehmigungen werden für die Veranstaltung benötigt, beispielsweise für die Benutzung der Straße als Umzugsstrecke und für das Aufhängen der Fähnchen.

Im Sommer erfuhr die Zunft, dass sie auch für einen Sicherheitsdienst sorgen muss. Allein die Security kostet knapp 1000 Euro.

1000 Euro allein für den Sicherheitsdienst

"Den Sicherheitsdienst brauchen wir nicht wegen der Narren oder der Familien mit Kindern, die den Umzug besuchen", so Ruf. Es gebe leider einige Menschen, vor allem ein paar Jugendliche, die sich einen Spaß daraus machten, den "Umzug kaputt zu machen". Die Kosten für das DRK liegen laut Ruf in der gleichen Größenordnung wie die für den Sicherheitsdienst. Die Müllentsorgung sei noch teurer. Im Narrendorf muss ein Elektriker die Anschlüsse für die Stände freigeben. "Wir schaffen aber auch vieles in Eigenregie", so Ruf. Weitere Kosten entstehen durch die Vereinshaftpflicht und die Gema-Gebühren. Eine Spende hat die Anschaffung neuer Absperrgitter möglich gemacht. Viele Kosten muss die Zunft vorfinanzieren. Daher ist Ruf für die Unterstützung durch die Stadt dankbar. "Sonst gäbe es keinen Umzug", betont er.

Ruf hofft auf gutes Wetter am Sonntag, denn davon hängen die Besucherzahlen ab. Der Oberzunftmeister ist schon froh, wenn 25 Prozent der Besucher eine Plakette kaufen, denn einen Rechtsanspruch darauf hat die Zunft nicht. Dafür müsste die Kernstadt abgeriegelt werden. Anwohner müssen sich über die Plakette keine Gedanken machen.

Die Plaketten sehen jedes Jahr anders aus. Wenn eine Gruppe der Zunft ein Jubiläum feiert, wird die entsprechende Maske dargestellt. "Früher waren die sogenannten Sammlermasken ein Thema, schade, dass es die nicht mehr gibt", bedauert Ruf. Die diesjährige Plakette stellt einen Büroklammer dar. Als Souvenirs werden auch Anstecknadeln oder Buttons angeboten.

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