Lahr "Es wäre fatal, alles infrage zu stellen"

Ahmet Kalu (am Ball) und sein SC Lahr kamen in der letzten Saison in Freiburg mit 2:6 unter die Räder. Dabei hatte es bis zur schweren Verletzung von Martin Weschle (im Hintergrund) noch ganz gut ausgesehen für den Sportclub. Foto: Fleig Foto: Lahrer Zeitung

Im Mai war der SC Lahr beim Freiburger FC mit 2:6 unter die Räder gekommen. Nun hofft der Sportclub mit neuem Personal auf die Revanche. Doch es dürfte nicht einfach werden für die Dewes-Elf: Der FFC ist seit 15 Monaten zuHhause ungeschlagen.

(skl). Freiburger FC - SC Lahr (Samstag, 14.30 Uhr). Noch minutenlang hatte Lahrs Mittelfeldrenner Konstantin Fries im Mai nach dem Abpfiff auf dem Rasen des Freiburger Contempo-Stadions gelegen und langsam versucht, den Schock der gerade erlittenen 2:6-Klatsche gegen den FFC zu verdauen. "Wir haben leider nicht so viele Spieler vom Format eines Konstantin Fries", musste auch Lahrs Trainer Oliver Dewes nach dem Spiel einräumen. Denn am emsigen Mittelfeldrenner hatte es mit Sicherheit nicht gelegen, dass der Sportclub in Freiburg in der zweiten Hälfte schlichtweg untergegangen war.

Nun geht es am Samstag an gleicher Stelle mit zahreichen neuen Spielern also wieder gegen den FFC. Doch auch wenn die Erinnerung an die herbe Niederlage noch immer wach ist und die Statistik klar gegen den SC spricht, schließlich ist der FFC seit über 15 Monaten zu Hause in einem Punktspiel ungeschlagen, gibt sich SC-Trainer Oliver Dewes vor der Partie kämpferisch: "Die Mannschaft hat die vergangene Rückrunde aufgearbeitet und abgehakt. Außerdem haben wir Freiburg letzes Jahr bei uns auch hoch geschlagen und beim 2:6 war es bis zur Verletzung von Martin Weschle auch eine Begegnung auf Augenhöhe", so Dewes, der im Breisgau auch wieder auf Simon Witt (zurück aus dem Urlaub) zurückgreifen kann. Einzig Moreno Bologna wird urlaubsbedingt aussetzen. "Es wäre fatal, wenn wir nach einer blöden Niederlage im ersten Spiel alles infrage stellen würden", macht Dewes einen Strich unter das unglückliche 2:3 zum Auftakt gegen Waldkirch. "Der Freiburger FC ist sicherlich eine gute Mannschaft, die wie wir auch gerne offensiven Fußball spielt, aber wir haben auch eine gute Truppe." (jn). Offenburger FV - FV Lörrach-Brombach (Sonntag, 15 Uhr). Ohne die beiden Sturmspitzen, Fabian Herrmann und Dimitrios Tsolakis sowie die beiden Mittelfeldspieler Marco Junker und Samuel Geiler sowie Abwehrchef Nico Schlieter, startete das Team von Florian Kneuker am vergangenen Wochenende in die neue Saison. Der OFV setzte sich gegen den SV Endingen mit einer soliden Leistung erfolgreich durch, wobei das OFV-Team gespickt mit Nachwuchsspielern die hohe Fehlerquote des Gastgebers eiskalt ausnutzen und damit den geglückten Saisonstart sicherstellen konnte.

Tabellenführer bringt viel Offensiv-Qualität mit

Allerdings steht der OFV am Sonntag vor einer großen Herausforderung, denn die Visitenkarte des Tabellenführers deutet nach zwei klaren Siegen darauf hin, was auf das Kneuker-Team zukommen wird, zumal der FV Lörrach bereits in der letzten Verbandsligasaison mit dem vierten Tabellenplatz die Saison als bester Aufsteiger der Liga beendete.

Vor allem in der Offensive und im Mittelfeld verfügt Lörrachs Trainer Enzo Minardi mit Ceesay, Colley, Disanto, Lismann, Semenschuk und Daniel Briegel über hervorragende Einzelkönner, die sowohl als Spielgestalter, Vorbereiter und Torjäger ihre spielerische Klasse immer wieder unter Beweis stellen. Aber auch in der Defensive überzeugen die Gäste durch ihre immense Zweikampfstärke. "Wir wissen, dass der Gegner Qualität hat, doch haben auch wir eine gute Mannschaft, die dem Gegner Paroli bieten kann. Wir werden versuchen, unser Spiel durchzubringen. Der erfolgreiche Auftritt der Nachwuchsspieler gegen Endingen hat mich gefreut, zumal fünf etablierte Spieler in dieser Partie ersetzt werden mussten. Jedenfalls wollen wir unser Heimspiel gewinnen und hoffen auf eine entsprechend große Kulisse" lautet die Einschätzung von Offensburgs Coach Florian Kneuker. Personell kann der OFV-Trainer am Sonntag wieder auf die zuletzt urlaubsbedingt fehlenden Fabian Herrmann, Marco Junker und Samuel Geiler zurückgreifen, wobei der Einsatz des noch angeschlagenen Dimitrios Tsolakis noch fraglich ist. Nico Schlieter, Eimen Kelbi und Sascha Ruf stehen verletzungsbedingt allerdings noch nicht zur Verfügung.

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