Lahr "Es ist ja nur ein einziges Spiel"

Lahrs Talent Roman Bulgakov (rechts) wird gegen Linx wieder im Fokus stehen. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Nach den verlorenen zwei Punkten zuletzt in der Liga gegen Rielasingen nimmt der SC Lahr im Pokal das Achtelfinale ins Visier. Der Gegner hat es allerdings in sich: iI DFB-Pokal hatte der SV Linx den Bundesligisten 1. FC Nürnberg am Rande einer Niederlage.

 

2. Hauptrunde: SV Linx - SC Lahr (heute, 17.30 Uhr). "Einige Spieler haben auch noch zuletzt beim Training den verschenkten Punkten gegen Rielasingen nachgetrauert", plaudert SC Lahrs Trainer Oliver Dewes ein bisschen aus dem Nähkästchen. Nach dem späten Tor des eingewechselten Harim Makaya in der Nachspielzeit hatte der Sportclub dem Spitzenteam von der Schweizer Grenze am vergangenen Samstag schon fast ein Bein gestellt, um dann wenige Sekunden vor dem Ende beim Ausgleichstreffer von Silvio Battaglia selbst zu stolpern.

Da kommt der Dewes-Elf die Pokalpartie gegen den letztjährigen Verbandsligarivalen aus Linx natürlich gerade recht, um sich abzulenken. Auch wenn der Sportclub gegen den Pokal-Titelverteidiger in der letzten Saison sang und klanglos ausgeschieden war und auch in der Rückrunde vom heutigen Oberligisten ganz schön eins auf die Mütze bekommen hatte, ist Dewes vor dem Gegner nicht bange: "Von zehn Partien werden wir gegen Linx wahrscheinlich neun verlieren, aber vielleicht ist es ja diesmal genau das Spiel, dass an uns geht."

Hoffnung machen dem SC-Coach dabei vor allem das starke Spiel gegen Linx in der Hinrunde der Vorsaison, bei dem Lahr nach einer bärenstarken Vorstellung erst kurz vor dem Ende das äußerst unglückliche 1:2 hinnehmen musste – und natürlich die akute Krise beim Gegner. Erst zwei Siege hat der ambitionierte Oberliga-Aufsteiger auf dem Konto. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen steht die Mannschaft von Trainer Sascha Reiß um ihren Top-Torjäger Adrian Vollmer auf einem Abstiegsplatz.

Wie bereits Lahrs letzter Gegner Rielasingen-Arlen im Vorjahr gegen Borussia Dortmund, scheint auch dem SV Linx der gute Auftritt in der ersten DFB-Pokalrunde gegen einen Bundesligisten (1:2 gegen den 1. FC Nürnberg) im Ligaalltag nicht so recht bekommen zu haben. "Das Rielasingen-Spiel können wir nicht mehr ändern. Doch ich hoffe, unser Pech ist jetzt vorbei und natürlich auch, dass wir in Linx ein offenes Spiel sehen werden", so Dewes.

Eine konzentrierte Defensivleistung soll laut Dewes der Schlüssel zum Erfolg sein. Mit der eigenen Abwehrarbeit hat sich der Gegner in dieser Spielzeit schon einige Male schwergetan. 17 Gegentore fielen bislang bereits an, alleine deren vier hagelte es bei der jüngsten Niederlage gegen den Göppinger SV.

Im Hans-Weber-Stadion wird Oliver Dewes Dennis Häußermann nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer hatte bereits beim Warmmachen vor dem Spiel gegen Rielasingen-Arlen aufgrund muskulärer Probleme passen müssen. Dafür ist Defensiv-Allrounder Cem Gürsoy wieder mit an Bord. Der 21-Jährige weilte zuletzt im Urlaub. "Wir haben für das Pokalspiel zum Glück wieder einen breiten Kader beisammen", freut sich der SC-Coach. Und ergänzt: "Es ist ja nur ein einziges Spiel. Deshalb rechne ich mir schon etwas aus."

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