Lahr Eröffnung mit Humus, Avocado und einem Chanson

Michaela Dold ist hier im Gespräch mit OB Wolfgang G. Müller zu sehen (rechts. Links vorn Adelheid Wagner, die Inhaberin des "Süßen Löchle". Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Lahr. Michaela Dold hat am Samstag das Café "Süßes Löchle" auf dem Urteilsplatz als neue Pächterin übernommen. Es gratulierten Mitglieder des Freundeskreises, OB Wolfgang G. Müller sowie Veronika Rauch an der Gitarre.

Rauch war die Französisch-Lehrerin der neuen Pächterin Dold, die aus dem Kinzigtal stammt und bei der Chrysan­thema im vergangenen Jahr das Lahrer Kaffeehaus für sich entdeckt hatte. Da passte die Interpretation von "Je ne regrette rien" ("Ich bedauere nichts") von Edith Piaf gut zum Willkommen vonseiten des "Freundeskreises Süßes Löchle" und der Stadtverwaltung.

Michael Ständer (Freundeskreis) gratulierte Dold zu dieser Entscheidung ganz schlicht mit "Toi, toi, toi." Er ergänzte, dass sich der Verein, der sich – zusammen mit einer gemeinnützigen AG – seit etwa 15 Jahren für den Erhalt des Kaffeehauses stark gemacht hatte, nun guter Dinge auflösen könne. Ständer betonte noch einmal die Bedeutung des traditionellen Kaffeehauses, das aus den 1920er- Jahren stammt. Es gehöre zum Flair Lahrs – wie der Rosengarten im Stadtpark.

OB Müller würdigte im Rückblick das Engagement aller bis heute als eine wunderbare Zeit. Die jahrzehntelange Inhaberin Hildegard Seidel hatte das Café altersbedingt nicht mehr weiterführen können. Mit der neuen Pächterin – das wünschten sich alle Anwesenden – sei der Transformationsprozess zum Erhalt des urigen Kaffeehauses jetzt endgültig abgeschlossen. Das Kaffeehaus, das die Eigentümer Adelheid und Roland Wagner liebevoll und aufwendig restauriert hatten, sei ein Teil der Kultur der Stadt Lahr.

Dold dankte zuerst den Eigentümern, die sie bei der Übernahmen sehr gut unterstützt hätten. Außerdem sagte sie: "Ein Traum wird wahr." Auch wenn es von der Chrysanthema 2018 bis zum Eröffnungstag ein langer Weg gewesen sei. "Ich hoffe, dass wir den Start gut hinbekommen", wünschte sich Michaela Dold als Pächterin mit ihren Mitarbeiterinnen.

Etwas Neues gab es zum Verkosten: Die kredenzten Häppchen waren mit einem eigenen Brotaufstrich aus Avocados, Humus und Kichererbsen kreiert. Das Auge isst bekanntlich mit – allein der Anblick der Schnittchen war sehr vielversprechend.

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