Lahr Erinnerung an die Zeit der Kanadier

Ein abwechslungsreiches Programm bot der "Choeur en Fugue". Foto: Baublies

Viel Beifall gab es für den kanadischen "Choeur en Fugue", der im Stadtpark ein Konzert gab. Der Chor hat eine Verbindung zu Lahr: Jean-Guy Boulianne, der die Reise organisiert, war bei den kanadischen Streitkäften stationiert.

Lahr. Als Zugabe gab es "Stille Nacht" von Johannes Brahms- Da waren die Gäste am Samstagmittag im Stadtpark erst überrascht, dann gab es einen letzten, kräftigen Schlussapplaus. Noélie Garand, eine der Sängerinnen, stellte den recht zahlreichen Gästen am Pavillon den Chor kurz vor. Die insgesamt rund 50 Sängerinnen und Sänger haben seit 25 Jahren Freude am Singen. Zum Repertoire gehören französische und englische Lieder. Garand erinnerte daran, dass es an den Großen Seen Nordamerikas inzwischen eine mehrere Hundert Jahre alte Tradition sowohl englischer wie auch französischer Besiedlung geben würde. So hat der Chor – neben Folklore und Folksongs auf Englisch und Französisch – auch Jazzsongs und deutsch-englische Klassik zum Besten gegeben.

Das eine oder andere Stück, das eigentlich zum Genre Pop gehört, war beim einstündigen Konzert im Stadtpark auch dabei. Die Gruppe "Queen" mit Sänger Freddie Mercury hat mit "Bohemian Rhapsody" einen Song geschaffen, der heute als Crossover bezeichnet würde. Das Wort gab es in der Musik im Jahr 1975 allerdings noch nicht. Eine Ausnahme ist der Song, weil er klassische Elemente der Rhapsodie mit spärlichen Anklängen an Rockmusik sehr gekonnt vermischt. Ausnahmesänger Mercury hatte dazu die Fähigkeit, diesem Lied einen ganz eigenen Gesangspart zu verleihen. Was 1975 über viele Spuren im Studio gelang, schafften der Chor im Stadtpark live mit den verschiedenen Stimmen aller Sänger, die sich sehr gut mischten, ergänzten und in den einzelnen Stimmen des Chores so eine gute Interpretation abgaben.

"What a wonderful World" gehört eindeutig zum Pop, auch wenn der Jazztrompeter "Satchmo" Louis Armstrong damit 1968 einen Riesenhit landete. Damit überzeugte der Chor unter der Leitung von Dirigenten Frédéric Vogel und – am Piano – Jeanne Hourez ebenfalls. Ein Jazzklassiker ist "I don‘t mean a thing" von Duke Ellington aus dem Jahr 1943. Dazu gab es das "Halleluja" von Händel aus dem Jahr 1741, das der deutsche Komponist in London geschrieben hatte.

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