Lahr Erfreuliche Nachricht: Neun Corona-Kranke wieder gesund

 Foto: Harnik

Lahr/Offenburg - Die ersten Coronakranken in der Ortenau sind wieder gesund. Das teilt das Landratsamt mit. Die Zahl der Infizierten stieg unterdessen auf 135. Vier Menschen starben, alle waren über 80 Jahre alt. Für die Beatmung Schwerkranker gibt es nun 99 Plätze.

Erfreuliche und mutmachende Nachricht 

"Neun Personen gelten als geheilt. Bei allen verlief die Erkrankung milde, sie sind gesund und können wieder arbeiten gehen und am normalen Leben teilhaben", informierte Landrat Frank Scherer am späten Dienstagnachmittag. "Das ist in diesen Tagen eine erfreuliche und mutmachende neue Nachricht".

Dennoch appelliert Scherer an alle Kreisbürger: "Leisten Sie Ihren maximal möglichen persönlichen Beitrag, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. So kann jede und jeder helfen, Leben zu retten!" Gleichzeitig arbeite der Kreis mit Hochdruck daran, sich in allen relevanten Bereichen bestmöglich auf die Infektionswelle vorzubereiten.

Jetzt 99 Beatmungsplätze: "Das Ortenau-Klinikum bündelt seine Kräfte, um auch für die kommenden Monate die stationäre Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Ortenaukreis zu gewährleisten", betont Klinikum-Chef Christian Keller.

"Wir haben diese Zeit genutzt und die Zahl der Intensivbetten massiv aufgestockt. Für die Versorgung von Patienten mit besonders schweren Verläufen von Covid-19 sind Beatmungsplätze notwendig. Die Zahl dieser Plätze konnten wir mehr als verdoppeln. Statt 39 stehen jetzt bis zu 99 Beatmungsplätze bereit."  

Häuser gesperrt: Das Klinikum habe zum Schutz seiner Patienten und Mitarbeiter den Zugang zu den größeren Häusern neu geregelt. Es gilt ein absolutes Besuchsverbot.

Lokale Krisenstäbe: Um alle Maßnahmen des Klinikverbundes zu koordinieren wurde ein zentraler Krisenstab sowie in den einzelnen Häusern örtliche Krisenstäbe eingerichtet.  Weitere Maßnahmen: Evelyn Bressau als Leiterin des Gesundheitsamtes sagt, dass im sehr dynamischen Geschehen der Kreis vieles parallel unternehme, um die Pandemie einzudämmen.

Es seien auch andere Institutionen tätig, etwa aus dem Bevölkerungsschutz, um die Versorgung zu unterstützen. Tests für Medizinpersonal: Nach wie vor würden alle Laborkapazitäten ausgeschöpft und so viele Personen wie möglich auf Corona getestet. Niedergelassene Ärzte und Gesundheitsamt hätten eine Priorisierung der Personengruppen vorgenommen.

Getestet würden erkrankte Personen, die in Gesundheitsberufen arbeiten, plus Personen aus Schlüsselpositionen der Öffentlichen Ordnung. In diesen Fällen erfolge der Test, damit diese Personen mit Erkältungssymptomen, die aber nicht an Covid-19 erkrankt sind, ihre Arbeit wiederaufnehmen können.

Tests für Alte und Kranke:  Ein weiterer Fokus liege auf Patienten, die Gefahr liefen, durch eine Infektion schwer zu erkranken: ältere und vorerkrankte Personen mit entsprechenden Symptomen. Kontaktketten wichtig: Das Gesundheitsamt verfolge bei jedem bestätigten Coronafall weiterhin Kontaktpersonen.

Einrichtungen würden entsprechend beraten. Atemwegserkrankte: Mit niedergelassenen Ärzten wurde beschlossen, alle Patienten mit Atemwegserkrankungen krank zu schreiben. Die Patienten sollen sich so verhalten, als wenn sie an Corona erkrankt wären. Dies diene der Isolierung möglichst vieler potentiell ansteckender Personen zu Hause.

 Beratung für Altenpflege: Risikogruppen wie alte, vorerkrankte und immungeschwächte Personen werden verstärkt in den Fokus genommen. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit, diese Gruppen besonders zu schützen, berät das Gesundheitsamt betroffene Einrichtungen der Altenpflege, um dort die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.

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