Lahr Eintritt für Dammenmühlen-See umstritten

Einlass nur gegen Eintritt: Das schwere Tor wird nur demjenigen geöffnet, der zwei Euro bezahlt. Edgar Kenk will damit unliebsame Besucher fernhalten, die den Dammenmühlen-See vermüllen oder dort randalieren. Foto: Kauffmann

Lahr - Wer um den Dammenmühlen-See laufen will, muss Eintritt zahlen. Das hat in sozialen Medien auch Kritiker auf den Plan gerufen. Eigentümer Edgar Kenk entgegnet: "Jeder, der sich beklagt, soll eine verschissene Windel aus dem Wasser holen."

 

Wer die idyllische Ruhe am See neben der Dammenmühle genießen möchte, steht inzwischen vor verschlossenen Toren. Einlass gibt es nur noch gegen zwei Euro. Das hat bei Facebook eine Welle an Reaktionen losgetreten.

> Das sagen die Eintrittspreis-Befürworter: "Die Leute sind ja selber schuld. Den Abfall in die Mülltonne werfen, dann wäre es vielleicht anders, kann den Besitzer verstehen", sagt Ursula C. und bedauert: "Die, die den Platz sauber verlassen, müssen dafür jetzt zahlen. Wirklich schade."

"Man kann Herrn Kenks Maßnahme nachvollziehen und verstehen", sagt Tom B., "Schon richtig so", meint auch Barbara B. und Gordon S. sieht den "eigentlichen Skandal" darin, "dass es zu viele Leute gibt, die nicht wissen, wie man sich benimmt". Dieter F. findet mit Blick auf Vermüllung drastische Worte: "Es gibt zu viele Dreckschweine unter uns." An die Gegner des Eintrittsgelds gerichtet, feuert Mary M.: "Die meckern nur über den Eintritt, aber nicht ein Wort über die Schweine, die ihren Müll überall hinschmeißen." Ulrike M. pflichtet bei: "Es ist wohl leider wirklich so, dass es zu viele Menschen gibt, die nicht wissen, wie man sich in der Natur benimmt. Und schon gar nicht, was es bedeutet, so ein Gelände zu erhalten. Ich verstehe Herrn Kenk."

> Das meinen die Gegner: Die Kritiker sind bei Facebook zwar in der Unterzahl, lassen es am es forschen Ton aber ebenfalls nicht fehlen. Martina B. findet die neue Regelung "unmöglich": "Ich kenne den See seit 55 Jahren! Und noch nie musste man Eintritt zahlen!!!" Auch Hans-Jürgen H. kann Kenks Maßnahme nicht nachvollziehen: Er habe den See noch nie vermüllt gesehen. Seiner Ansicht nach stecken andere Gründe dahinter. Er vermutet: fehlendes Herzblut oder Unwillen, den gas­tronomischen Betrieb weiterzuführen.

Shamus M. lässt ebenfalls kein gutes Haar an Kenk: "Ich denke, der weiß nicht, was er will. Zuerst eine Brücke bauen, damit mehr Gäste vom Wanderweg kommen, den See beleuchten und sich wundern, wenn sich auch ungebetene Gäste einfinden." "Lächerlich, bevor ich zwei Euro bezahle, gehe ich lieber woanders hin", sagt Katja B. trotzig.  

> Das ist die Position des Eigentümers: "Es hat mich schon gewundert, was für Reaktionen das ausgelöst hat", gibt Edgar Kenk zu. Dennoch: "Bedanken möchte ich mich auch für die zum Teil beleidigenden, herabwürdigenden und respektlosen Kommentare", sagt er ironisch, um einen Atemzug später loszufeuern: "Genau so verhalten Sie sich als Gast auf der Dammenmühle und bestätigen mich damit in meiner Entscheidung." Diese Kommentatoren bittet er, die Dammenmühle nicht mehr zu besuchen.

Viel Zeit habe er in Pflege, Erhalt und Aufbau der Dammenmühle investiert, sagt Kenk. Deshalb sei jeder Gast willkommen, der das zu schätzen weiß, nicht Abfall liegen lässt oder randaliert.

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