Lahr Eine Brücke ins Reich der Mitte schlagen

Moderator Uwe Baumann (von links) führte durch die Veranstaltung. Felix Song (Geschäftsführer des Centers), OB Wolfgang G. Müller, Weidong Wang (Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung der Botschaft Chinas in Deutschland) und Ella Liu (Geschäftsführerin des Centers) wollen an einem Strang ziehen. Foto: Weber Foto: Lahrer Zeitung

Im Februar hat das China Start-Up-Center auf dem Zeitareal seine Arbeit aufgenommen. Am Dienstag ist es nun offiziell feierlich eröffnet worden. Das Büro soll Investoren aus dem Reich der Mitte in den Schwarzwald locken.

 

Lahr. Zu der Veranstaltung auf dem Zeitareal war neben vielen Gästen aus Wirtschaft und Politik auch der Chef der Wirtschafts- und Handelsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland aus Berlin gekommen. Weidong Wang hob in seiner Rede die Wichtigkeit Deutschlands als Handelspartner Chinas hervor. Er sagte, dass die Entwicklung Chinas nicht die Entwicklung anderer Länder bedrohen, sondern ihnen stattdessen ebenfalls Entwicklung bringen soll. Lahr sei als Logistikzentrum ein besonderer Standort. Er hoffe, dass Unternehmer beider Länder die Chance ergreifen und die deutsch-chinesische Zusammenarbeit weiter entwickeln. "Das Start-Up-Center soll dafür die Verbindungsbrücke sein."

Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller erinnerte sich daran, wie er 1977 – vor der Öffnung Chinas – das erste Mal das Land besuchte. Seitdem habe China einen "unvergleichlichen Aufschwung" erlebt. Er räumte zwar bei manchen Fragen unterschiedliche Ansichten ein, dennoch sei es spannend, wenn mit Deutschland und China "zwei Gewinner" zusammenkommen. Ein chinesisches Sprichwort lautet, so Müller: "Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt." Das Start-Up-Center sei dieser erste Schritt, dem viele weitere folgen sollen. Müller hofft, dass das Büro chinesische Investoren in den Schwarzwald begleiten kann und andersherum auch deutsche Firmen in Richtung Reich der Mitte.

Geleitet wird das China Start-Up-Center von den Geschäftsführern Ella Liu und Felix Song. Liu sagte, dass Lahr teilhaben soll am Wachstum der Volkswirtschaft. Alle Voraussetzungen seien in Lahr vorhanden. Eine erste Marketingtour nach China im März sei bereits sehr erfolgreich gewesen. "Eine weitere Zusammenarbeit ist schon absehbar", sagte Liu weiter. Zu ihren Aufgaben gehören, chinesische Investoren nicht nur anzuziehen, sondern ihnen auch bei der Ansiedlung zu helfen und auch Synergien mit deutschen Unternehmen zu nutzen. Ende Juni stehe die nächste China-Reise an. "Das China Start-Up ist zwar noch jung, hat aber eine hoffnungsvolle Perspektive."

Das Programm zur Eröffnung gestalteten chinesische Künstler, die traditionelle Kunststücke, Tänze und Musik präsentierten.

Bereits seit 2005 unterhält die Stadt Lahr Beziehungen nach China in Form von Schulpartnerschaften.

2007 nimmt Lahr an der "deutsch-chinesischen Wirtschafts- und Kulturwoche" in Ninbo teil.

2016 besuchten chinesische Delegationen den Lahrer Flughafen, kurze Zeit später wird der Besuch erwiedert.

Es folgen weitere Besuche, Teilnahme an Treffen der Chinesisch-Deutschen Industriestädteallianz, der Lahr im Oktober 2017 letztlich auch beitritt

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