Lahr Ein Schlager nach dem anderen

Ausgelassene Partystimmung und ein bunter Strauß deutscher Schlager zum Mitsingen: Die SWR 4-Schlagerparty gastierte bereits zum zweiten Mal auf der Landesgartenschau. Mit dabei war die "Familie Hossa", eine schwungvoll agierende Stimmungsband.

Lahr. Ob "Ein Bett im Kornfeld", "Anita" oder "Atemlos durch die Nacht": Es spielt am Ende keine Rolle, ob ein Schlager zu den Ohrwürmern aus den 1970er-Jahren zählt oder aus den aktuellen Repertoire von Helene Fischer stammt. Die "Familie Hossa", eine neunköpfige Stimmungsband aus Hessen, lässt es augenzwinkernd mächtig krachen und hält es ansonsten mit ihrem großen Vorbild Rex Gildo. Wenn die Stimmung ihren Siedepunkt erreicht, ist es an der Zeit für die "Fiesta Mexicana" und ein kraftvolles "Hossa Hossa", den Schlachtruf des 1999 verstorbenen Schlagerstars.

Die nach Rex Gildo benannte Showband um die drei Sänger Mara Rathkens, Domenico "Mimo" Maccarone und Tobias Levenig steht für gute Laune und ein Feuerwerk bestens bekannter Schlagermelodien, die Lust an einer schelmisch überzogenen Selbstinszenierung haben. Kunsthaarperücke, Rüschenhemd,­ Schlaghose und Plateauschuhe gehören dazu.

Die Bühnenshow der Truppe schäumt über und bringt das Publikum auf die Beine. Es wird getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert, bis die SWR 4-Schlagerparty dann um 23 Uhr zum großen Zapfenstreich bläst.

Wer sich in das bunte und quirlige Treiben vor der Bühne nicht einreihen wollte, schlüpfte in die Rolle eines etwas distanzierten Zaungasts, auf den mit Picknickdecken gepflasterten Wiesen, rund um die große Bühne im Seepark.

Deutlich mehr als 1000 Zuhörer erlebten so eine launige Sommernacht mit ausgelassener Partystimmung und einem scheinbar endlosen Schlagerfeuerwerk, das einen Bogen von den 1970er-Jahren über die Neue Deutsche Welle bis hin zu Helene Fischer und den aktuellen Sternen der Schlagerszene knüpfte.

Das am Samstagabend bereits zum zweiten Mal auf der Landesgartenschau gastierende Format folgt dabei einem klaren Muster. Radiomann Johannes Stier gibt den Einheizer, der mit flotten Sprüchen und Konservenmusik die Tanzfläche, vor den am Samstag wieder voll besetzten Stuhlreihen füllt. Nach gut einer Stunde reicht er den Stab weiter an die Showband, kam dann aber in der Pause noch einmal zurück, um eine weitere Stunde lang aufzulegen. Das Finale gehört dann wieder der Band, die am Samstagabend mit viel Pep einen Hit nach dem anderen servierte.

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