Lahr Ein himmlisches Instrument

Die Harfenistin Cynthia Oppermann und der aus Lahr stammende Cellist Thomas Lukovich Foto: Haberer Foto: Lahrer Zeitung

Lahr. Im Rahmen der Badischen Harfentage hat am Samstag ein 42-köpfiges Harfenensemble auf der großen Bühne der Landesgartenschau begeistert. Das Abendkonzert gestalteten dann Harfenistin Cynthia Oppermann, ihre Söhne und ein Projektensemble der Philharmonie Baden-Baden.

 

Die Erstauflage der Badischen Harfentage führte Harfenisten aus ganz Baden-Württemberg und der Schweiz zusammen. Initiiert von Marion Navarro, der Harfenlehrerin an der Städtischen Musikschule, wartete das neue Format unter anderem mit Workshops und einem Meisterkurs auf. Die Badischen Harfentage, die in Zukunft alle drei Jahre stattfinden sollen, setzten das ganze Wochenende über aber auch eine ganze Reihe konzertanter Duftmarken.

Am Samstagnachmittag musizierte auf der großen Bühne ein großes Harfenorchester mit 42 Schülern und Studenten. Ein Klangkörper, der das Publikum mit himmlischen Klängen und musikalischen Blumengrüßen begeisterte, mit einem eigens für das Konzert arrangierten Auszug aus Tschaikowskis berühmtem Ballett "Der Nussknacker". Das von Marion Navarro (Lahr), Maria Stage (Stuttgart), Kirsten Ecke (Karlsruhe) Dorothee Hecking-Neu (Basel), Karin Schnur (Baden-Baden/Rastatt) und Doeskja van Linden (Offenburg) mit den Musikschülern und Studenten einstudierte Konzertprogramm zeigte dabei eindrucksvoll die Bandbreite des bereits in der Antike entwickelten Instruments auf.

Am Abend musizierten an selber Stelle Cynthia Oppermann (Harfe), ihre Söhne Laurin (Tenor, Harfe) und Julius (Schlagwerk) mit einem Solistenensemble der Philharmonie Baden-Baden. Mit dabei, Konzertmeister Yasushi Ideue (Violine). Veronika Fuchs (Flöte), Malte Rettberg (Schlagwerk), Bernd Wiedemann (Klarinette, Saxofon) und der aus Lahr stammende Cellist Thomas Lukovich. In variierenden Besetzungen tauchte das Oktett in die Klangwelten von Renaissance, Romantik und Moderne ein. Das Ensemble servierte eine brillante Interpretation von Nino Rotas "Adagio" und Rüdiger Oppermanns Klangepos "Les Fleurs du Son". Ganz am Ende des fast zweistündigen Auftritts servierten sie dann Luciano Berios "Folksongs", ein durch zeitgenössische Klänge verknüpftes Potpourri europäischer Volkslieder.

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