Lahr Duell der Nachbarn zum Ligastart

Aufs Lahrs Verteidiger Simon Witt (rechts) dürfte gegen Kehl viel Arbeit zukommen. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Gleich zum Auftakt der Verbandsligasaison 2019/20 kommt es am heutigen Freitag an der Dammenmühle zum Ortenau-Derby zwischen dem SC Lahr und dem Kehler FV. Es dürfte ein echter Härtetest für beide Teams werden.

SC Lahr - Kehler FV (heute, 18.15 Uhr). Den in der letzten Saison noch stark schwächelnden Grenzstädtern scheint Neu-Trainer Frank Berger neues Selbstvertrauen eingeimpft zu haben. Denn bereits in den letzten beiden Pokalspielen überragte der KFV sowohl beim 5:0-Schützenfest gegen den Landesliga-Aufsteiger SC Offenburg als auch beim 7:2 gegen Hofstetten. "Kehl hat richtig gute Leute dazubekommen. Ich schätze sie definitiv stärker ein, als in der letzten Saison", sagt deshalb auch Lahrs Trainer Oliver Dewes, dessen neuer "Co" Johannes Wirth den Auftaktgegner in der Vorbereitung unter die Lupe genommen hatte.

Nach dem schwer zu beurteilenden 6:2-Sieg im Pokal beim TuS Oppenau, in dem der Sportclub erst in der zweiten Hälfte auf Touren gekommen war, heißt es jetzt für den SC von Beginn an hellwach zu sein. Denn der KFV kommt mit breiter Brust an die Dammenmühle: "Wir fahren jetzt nicht nach Lahr, um nur kurz Hallo zusagen. Es muss der Anspruch eines jeden Spielers sein, jede Begegnung gewinnen zu wollen", betont KFV-Coach Berger.

Überbewerten wollte der KFV-Trainer den Kantersieg gegen Hofstetten allerdings nicht: "Die zwei blöden Elfer und die beiden Gegentore waren unserer Unkonzentriertheit geschuldet. Daran müssen wir arbeiten. Überhaupt müssen wir Richtung Tor noch konsequenter werden und mehr Zug hinter die Offensivbemühungen bringen", fordert der Übungsleiter.

Doch gerade da brechen derzeit urlaubsbedingt ein paar Offensivkräfte weg. Mit Elyes Bounatouf, Lucas Lux, Arber Paqarizi und Bünyamin Günyakti fallen gleich vier Offensivakteure aus. Der Ex-Lahrer Harim Makaya dürfte dadurch gegen seinen ehemaligen Verein nach überstandener Grippe wohl in der Startformation stehen.

"Lahr hat bislang gute Spiele gezeigt und auch im Pokal gegen Oppenau gewonnen. Zudem haben sie mit Martin Weschle, Ümit Sen, Janosch Bologna, Ousman Bojang und Johannes Wirth, der die Fäden im Mittelfeld zieht, starke Leute in den Reihen. Da müssen wir schon gut arbeiten" erklärt Berger. Sein Gegenüber Oliver Dewes kann dagegen fast aus dem Vollen schöpfen. Der zuletzt angeschlagene Yannic Priéto (Fußverletzung) konnte die letzten drei Trainingseinheiten schon wieder bestreiten. Die Abwehrspieler Christian Neumaier (Magen-Darm) und Max Burgert (nach Bänderanriss noch nicht wieder bei 100 Prozent) werden im Kader stehen, sind aber voraussichtlich noch keine Kandidaten für die erste Elf. Lediglich hinter dem Einsatz von Simon Zehnle steht noch ein Fragezeichen. Offenburger FV - SV Bühlertal (Sonntag, 14 Uhr). Mit Bühlertal trifft der OFV auf einen alten Weggefährten und kann daher sehr wohl beurteilen, wie stark der Gegner, insbesondere nach dem Aufstieg in die Verbandsliga, einzuschätzen ist. Dass die Begegnung für den OFV kein Selbstläufer wird, beweisen einmal mehr die umkämpften Begegnungen in der Vergangenheit. Kampf und große Laufbereitschaft zeichneten schon immer die Mannschaften des SV Bühlertal aus. Das OFV-Team von Florian Kneuker zeigte sowohl im Testspiel gegen den Lokalrivalen SC Offenburg als auch in der zurückliegenden Pokalbegegnung, dass die Laufwege und Abläufe weitestgehend stimmen und dass die vorhandenen Automatismen noch variabler und verfeinert werden müssen.

Personell hat sich die Lage beim OFV etwas entspannt, denn Fabian Herrmann und Luca Ernst stehen wieder zur Verfügung. Allerdings fällt Marco Junker weiterhin aus und hinter dem Einsatz von Kapitän Marco Petereit und Abwehrspieler Simon Leopold steht nach wie vor ein Fragezeichen. "Wir freuen uns auf den Start und wünschen uns, dass wir das Derby erfolgreich bestreiten", ist Kneuker optimistisch.

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