Lahr Die Chrysanthema verabschiedet sich mit Feuerwerk

Lahr - Mit Rockmusik, Dankesworten, Feuerwerk und mehreren Tausend Besuchern ist die Chrysanthema am Samstag auf dem Marktplatz rauschend, laut und fröhlich zu Ende gegangen.

"Sie haben die Chrysan­thema mitgestaltet." Damit dankten Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und Sonja I., die amtierende Chrysanthemenkönigin, den vielen Gästen, die den Marktplatz zwischen Bühne und dem gesperrten Spielplatz bevölkerten. Dass eine Reisegruppe aus Litauen und sogar Briten gekommen waren, ist dem Rathauschef eine eigene Bemerkung wert gewesen. Ein besonderer Dank galt allen Helfern, in der Verwaltung, beim Bauhof und vielen ehrenamtlichen Unterstützern.

Sonja I., die beim Finale von den Blumenkindern Angelina und Jade begleitet wurde, freute sich über einen "krönenden Abschluss des Blumen- und Kulturfestivals". Sie hatte in den drei Wochen "viele schöne Begegnungen und Gespräche mit den aufgeschlossenen Gästen" erleben dürfen. Dann zündeten ihre Hoheit, der OB und Ulrich Kleine vom E-Werk als Sponsor der Blumenschau das Feuerwerk.

Wahrend sich in den vergangenen drei Wochen meist ein goldener Oktober von seiner wärmsten und sonnigsten Seite präsentiert hatte, fing es am Samstag gegen 15 Uhr an zu regnen. Die Band "Andromeda" griff das souverän auf und intonierte prompt "Lazin‘ on a sunny Afternoon" der "Kinks" aus den 1960er-Jahren. Mit einer guten Mischung aus Klassikern und Songs, die die Mehrzahl der Gäste an die eigene Jugend erinnerte, sorgten das Quintett schnell für Stimmung vor dem Finale.

Die Band begeisterte mit "Crossroads" ein Stück des legendären Trios "Cream" oder mit "Love the one, you‘re with" des Quartetts "Crosby, Stills, Nash and Young". Aber auch viele eher unbekannte Songs waren zu hören.

Der "Atem einer Lokomotive", samt der Einlage einer Querflöte, fegte über den Platz – und da sogar den Regen beiseite: Bei "Locomotive Breath" gerieten viele der Besucher richtig in Ekstase. Für etwas jüngere Gäste gab es Songs von "Roxy Music", Michael Jackson oder "K. C. and the Sunshine-Band". Das Kompliment – "Ihr habt den Marktplatz gerockt" – der Musiker an die Gäste galt sicher auch umgekehrt. Auch nach dem Feuerwerk spielte Andromeda spielte noch eine Weile weiter.

Eröffnet worden war das Finale aber von Anne Pe aus Offenburg mit ihren selbstgeschriebenenen Songs. Sie wurde von Schlagzeug und Kontrabass begleitet. Die Sängerin und Liederschreiberin überzeugte durch sanfte Lieder, die von Liebe, Lust und Leid, Natur und einigen alltäglichen Dingen erzählten. Sie sang alles auf Englisch, stellte die Lieder aber immer kurz auf Deutsch vor. Das war ein guter Gegensatz als Auftakt zu Andromeda.

Eine Besonderheit hat es am Samstag dazu gegeben. Ein Teil der Vorgängerinnen von Sonja I. bewirteten die Besucher – mit Sekt oder "Chrylonge", dem Likör der Chrysanthema. Der Sonntag gab dann – bei immer noch sehr milden Temperaturen – Gelegenheit zu einem letzten Bummel durch die Innenstadt. Das Duo "Zimmer mit Musik" aus Freiburg beendete dann das Festival in diesem Jahr endgültig.

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