Lahr "Die Brücke" unterstützt Selbsthilfeprojekte

Die inklusive Theateraufführung der "Konferenz der Tiere" war ein wichtiges Ereignis für die "Brücke". Archivfoto: Breuer Foto: Lahrer Zeitung

Von Marion Haid

Lahr. "Die Brücke" ist eine als Verein organisierte Hilfsgemeinschaft für Menschen in psychischer Not. Dieses Jahr feiert sie ihren 20. Geburtstag.

Bei den Neuwahlen wurde Ralph Dürr als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt. Reinhilde Schumacher, bisherige Stellvertreterin, ist unerwartet gestorben. "Mit ihr hat die Brücke einen sehr aktiven und liebenswerten Menschen verloren, dessen Verlust uns sehr schmerzt", sagte Goetz-Kluth. Michael Goetz-Kluth bleibt Vorsitzender, Schriftführerin Sabine Singler und Kassenführerin Ingrid Tita. Zum Beirat gehören Blanca Reck und Tanja Hauser.

Goetz-Kluth beschrieb das vergangene Jahr als "unspektakulär und ruhig". Im März hat der Verein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule den Dokumentarfilm "Raum 4070" über ein trialogisches Psychoseseminar in Potsdam gezeigt. Die Idee eines trialogischen Psychoseseminars in Lahr im Programm der Volkshochschule zu installieren, konnte jedoch nicht verwirklicht werden. Die Nachfrage fehlte.

Zum Welttag für seelische Gesundheit organisierte die Hilfsgemeinschaft mit dem sozialpsychiatrischen Dienst eine inklusive Theaterperformance im Schlachthof. Die Theatergruppe der Freiburger Hilfsgemeinschaft und der Jugendkunstinitiative "ArTik" unter der Leitung von Michael Labres führte die "Die Konferenz der Tiere" auf.

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Unterstützung des künstlerischen Selbsthilfeprojekts "Das Atelier", das mittlerweile seit zehn Jahren besteht. Das Projekt bietet neuerdings Ausstellungen gegen Miete. Das Zehnjährige feiert das Atelier mit einer Jubiläumsausstellung mit rund 80 Werken im Offenburger Landratsamt in der Badstraße. Vernissage ist am 23. Oktober.

"Die Brücke" unterstützt zudem eine autonome Wohngemeinschaft mit psychiatrieerfahrenen Menschen und übernimmt dort bei Versammlungen die Moderation. Nahezu 15 000 Euro investierte die Hilfsgemeinschaft in eine Generalsanierung der vereinseigenen Wohnung, berichtete Kassiererin Ingrid Tita. Die Wohnung sei neu vermietet. Trotz Investitionen habe der Verein aber weiterhin ein solides finanzielles Polster.

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