Lahr Der Übeltäter kommt nicht weit - auch nicht auf der Landesgartenschau

Lahr - Beim Tag der Polizei auf der Landesgartenschau haben Gesetzeshüter sämtliche Aspekte ihrer Arbeit präsentiert. Sogar die beispielhafte Ermittlung am Tatort eines Mordes war zu sehen.

 

Kriminaltechniker in weißen Anzügen fotografieren den Tatort und sichern Spuren, die sie mit nummerierten Kärtchen kennzeichnen. Daneben liegt das Mordopfer, eine junge Frau. Untypisch an dieser Szenerie war nur, dass Hunderte Zuschauer alles ganz aus der Nähe beobachteten. Bei einem realen Tatort wären Zuseher natürlich uner­wünscht ­– nicht so aber beim Tag der Polizei, der sich als großer Publikumsmagnet entpuppte.

Die Gesetzeshüter hatten alles aufgeboten, um ein Spektakel zu bieten, zum Beispiel die Landung eines Polizeihubschraubers. Außerdem gab es reichlich Actionszenen zu sehen. Für die Festnahme eines fliehenden Täters durch besonders geschulte Einsatzkräfte, die Wasserschutzpolizei und einen Polizeihund gab es viel Beifall. Besonders rigoros ging der Polizeihund vor, der beim Täter kräftig zubiss – in die Schutzkleidung, versteht sich. Diese Szene sorgte für ein Raunen unter den zahlreichen Zuschauern.

Es gab einen Rundkurs, der auf der Seeterrasse begann. Dort leuchteten zum ersten Mal nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Vätern und Opas die Augen, denn dort präsentierte die Polizei Einsatzautos und -motorräder – die Kleinsten durften probesitzen. Die Mädchen interessierten sich mehr für die Autos, die Jungen eher für die Motorräder.

Von dort aus ging es weiter zu Infoständen zu den Themen "Achtung Abzocke" sowie "Alkohol und Drogen". Dort informierten Beamten darüber, wie man verhindern kann, Opfer eines Betruges zu werden. Großes Interesse fand auch der Stand mit der Alkoholbrille. Wer sie aufsetzte, konnte nachempfinden, wie sich 0,8 Promille anfühlen. Damit mussten die Probanden einen Parcours durchlaufen, was sich als schwierig entpuppte. Einfache Lehre für alle Teilnehmer: Nach dem Konsum von Alkohol wird die Teilnahme am Straßenverkehr zum unkalkulierbaren Risiko.

Bernhard Rotzinger, Polizeipräsident in Freiburg, und Reinhard Renter, Polizeipräsident in Offenburg, fuhren mit Segways Streife. Ihr Gesichtsausdruck dabei ähnelte dem der Kinder am Stand der Kinderpolizei. In den Mittagsstunden rundete die Reiterstaffel bei einem Demo-Einsatz die Darbietungen ab. Deutsch-französische Polizeistreifen zu Fuß und auf dem Fahrrad, verteilt auf dem gesamten Gelände, standen auch Gästen aus Frankreich bei Fragen zur Verfügung.

Der Aktionstag hatte mit einem Gottesdienst auf der E-Werk-Bühne begonnen, der vom Lahrer Polizeichor umrahmt wurde. Im weiteren Verlauf des Tages traten auch befreundete Chöre auf. Das Bühnendach bot Schatten, der willkommen war – zumal dort angenehme Chorgesänge zu hören waren.

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