Lahr Der Blick der RG Lahr geht nach oben

Nach dem knappen Klassenerhalt in der Vorsaison gehen die Ringer der RG Lahr optimistisch in die nächste Verbandsligasaison. Mit dem Abstiegskampf will man in diesem Jahr aber nichts zu tun haben und schielt auf einen Platz im oberen Drittel.

"Wir haben uns verstärkt", ist das Erste, was Andreas Steinbach, Trainer der RG Lahr, mit Blick auf die neue Saison sagt. Ein starker Neuzugang kommt dabei aus seiner Familie: Sohn Julian Steinbach wechselte vom Erstligisten RKG Freiburg 2000 zurück zu seinem Heimatverein und wird die Mannschaft definitiv verstärken. Es ziehe seinen 30-jährigen Sohn wegen der Familie zurück nach Lahr, erklärt Trainer Steinbach im Gespräch mit unserer Zeitung. Zum Erstligisten Freiburg ist hingegen Marc Fischer gewechselt.   Erfahrung von außen: Ein zweiter Neuzugang ist der 25-jährige Georgier Vano Raminashvili, der zur RG Lahr stößt. "Eine sehr starke Verstärkung ist Steinbach, der in seiner aktiven Zeit bei vielen Welt- und Europameisterschaften sowie zwei olympischen Spielen gerungen hat, überzeugt. Raminashvili sei in mehreren Gewichtsklassen einsetzbar und soll mit seiner Erfahrung zusammen mit Julian Steinbach als Vorbild für die jungen Athleten im Kader der RG Lahr agieren.   Junge Wilde werden reifer: Doch nicht nur durch die externen Neuzugänge ist die RG Lahr stärker geworden. Auch die Ringer aus der eigenen Jugend, die immer wieder überregionale Erfolge feiert, werden stärker. "Sie sind jetzt ein Jahr älter und auch schwerer", sagt Trainer Steinbach.   Oberes Drittel ist das Ziel: Daher ist die Erwartungshaltung beim Trainer auch eine andere als in der Vorsaison, als man erst in den letzten Kämpfen den Klassenerhalt endgültig sicherte. "Wir wollen in die Top Vier", gibt sich Steinbach vor dem Start der mit zehn Mannschaften starken Verbandsliga optimistisch. "Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, sehe ich gute Chancen", glaubt der Trainer an die Stärke der Mannschaft. Liga höher wäre schön: Mittelfristig, so Steinbach, wäre ein Aufstieg in die Oberliga wünschenswert für den Verein und die Sportler. Ob es vielleicht sogar schon in dieser Saison klappen könnte? "Möglich ist alles", sagt Steinbach und lacht. Erst mal aber wolle man sich im oberen Drittel der Verbandsliga etablieren, die Oberliga mit vielen Derbys sei aber dennoch im Blick, so Steinbach.  Der erste Kampf: Los geht die Verbandsliga-Saison für die RG Lahr am Samstag mit dem Heimkampf gegen den ASV Vörstetten. Dann wird sich zeigen, wo die Mannschaft von Trainer Andreas Steinbach steht. Das Ziel für den Kampf in Kuhbach ist derweil klar: Man will mit einem Heimsieg in die Saison starten, um dann in aller Ruhe die nächsten Aufgaben angehen zu können. Los geht es am Samstagabend um 20 Uhr. Bereits um 19 Uhr absolviert die zweite Mannschaft ihren ersten Kampf gegen die "Zweite" des ASV Altenheim.

Enden wird die reguläre Saison für die erste Mannschaft der RG Lahr am 21. Dezember mit einem Heimkampf gegen ASV 1885 Freiburg. Ob man sich an diesem Tag frühzeitig selbst beschert, wird sich zeigen.

Luis Fening, Eugen Schell, Mike Köln, Calvin Keil, Christian Hubert, Patrick Allgeier, Viktor Hubert, Vano Raminashvili, Julian Steinbach, Octavian Nicoara, Sascha Herbertshagen.

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