Lahr Das Tierheim muss erweitert werden

Den Tierheim-Hunden konnte man Sonntag einen Besuch abstatten. Foto: nw

Lahr - Trotz des Regens gab es beim Tag der offenen Tür im Tierheim einen großen Andrang. Dass die Einrichtung erweitert werden muss, machte Martin Spirgatis, der Vorsitzende des Tierschutzvereins, deutlich.

Am Vormittag hatten sich die Organisatoren um Martin Spirgatis angesichts des Regens noch überlegt, ein eingeschränktes Angebot zu gestalten. Der immense Publikumszuspruch zeigte jedoch, dass die Entscheidung, keine Abstriche zu machen, richtig war. Früh am Nachmittag war die Tombola ausverkauft, das Kuchenbuffet war schon gelichtet, und es gab reichlich Andrang an den anderen Verpflegungsständen. Für Musik sorgte Walter Holtfoths "Cleopha". Großen Andrang gab es auch am veganen Kuchenstand. Für das Tierheim sind solche Einnahmen wichtig, um mit den Umsätzen und den Spenden die Kasse des Vereins für die vielfältigen Aufgaben aufzubessern.

Spirgatis wies auf die dringenden Belange des Tierheims hin. Wichtigstes Anliegen ist die Erweiterung der Kapazität, ist man doch schon bei Tier Nummer 510 angekommen, und in jedem Bereich gebe es Warteliste. Nur noch im neuen Schildkrötenteich gebe es Platz.

Ebenso sei die Lokalisierung der neuen Hundewiese eine wichtige kommunalpolitische Entscheidung. Die Wiese vor dem Tierheim ist laut Spirgatis ungeeignet, er favorisiert einen Standort in der Nähe des LGS-Geländes. Laut Spirgatis wäre die Schrebergartenkolonie in der Nähe des Tierheims, die im Gespräch ist, das "Aus" für den gegenwärtigen Standort des Tierheims, alleine schon bedingt durch die 50 Freigängerkatzen, die damit ihren Lebensraum verlieren würden.

Ein weiteres Anliegen an die zukünftigen kommunalen Entscheidungsträger ist die Umsetzung der Katzenschutzverordnung, die den unregulierten Nachwuchs eindämmen kann, die landesweit erst in einer Kommune umgesetzt wurde.

Bei der Vermittlung von Tieren sei die Situation auch schwierig, die Sommerwürfe seien noch nicht vermittelt und die Herbstwürfe teilweise schon da. Ungewöhnlich ist laut Spirgatis, dass vier Fundhunde überhaupt nicht nachgefragt wurden. Das zeigt ihm, dass erhebliche Änderungen der Lebensumstände der Halter stattgefunden haben müssen. Die große Anzahl an Kaninchen, die gefunden werden, führt der Vorsitzende des Tierschutzvereins auch auf die mangelhafte Sicherung bei den Gehegen und Käfigen zurück.

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