Lahr Das sind die Kandidaten

Die SPD hat sich vorgenommen, bei den Kommunalwahlen der AfD die Stirn zu bieten. Bei der Nominierungskonferenz wurden 32 Kandidaten für die Gemeinderats- und zwölf für die Kreistagswahl 2019 bestimmt.

Für den Gemeinderat kandidieren Roland Hirsch, Stefanie Kremling-Deinert, Walter Caroli, Diana Frei, Tunahan Yildirim, Uta Dreyer, Mark Rinders­pacher, Iris Leser, Hermann Kleinschmidt, Sigrid Lettau, Frank Müller, Brigitte Beck, Christian Reinbold, Annette Ungureanu, Norbert Bühler, Dorothea Hertenstein, Rudolf John, Katja Berchtenbreiter, Peter Winkels, Susanne Hockenjos, Fred Snella, Diana Agster, Haiko Holland, Marc Arias-Siehl, Raphael Hurst, Willi Wentland, Helmut Surbeck, Thomas Bolz, Günter Noll, Josef Schwarz, Marcel Wellmann und Michael Schlawinski.

Die SPD-Kandidaten für den Kreistag sind Wolfgang G. Müller, Heike Wieseke, Guido Schöneboom, Stefanie Kremling-Deinert, Roland Hirsch, Diana Frei, Norbert Bühler, Uta Dreyer, Hermann Kleinschmidt, Iris Leser, Peter Winkels und Eugen Hurst.

Lahr (red/sm). Eine neue inhaltliche Ausrichtung der SPD hat Walter Caroli bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch in "Blanks Genussarena" gefordert. Sein Appell, der am Ende einer zügigen Nominierungskonferenz zur Aufstellung der SPD-Listen für die Kreistags- und Gemeinderatswahl stattfand, richtete sich an die Kandidaten, die Zukunft der Partei fest im Blick zu haben. Eine Ausrichtung auf mehr Ökologie und Klimaschutz forderte Caroli im Wahlkampf.

Über die Inhalte des SPD-Parteiprogramms für die anstehenden Kreis- und Gemeinderatswahlen soll im Januar 2019 gesprochen werden, sagte Vorsitzender Mark Rinders­pacher. Bei der Nominierungskonferenz am Mittwoch in Blanks Genussarena bezeichnete Rinderspacher drei Aspekte als wichtig für die bevorstehenden Wahlen: eine gute SPD-Liste für den Lahrer Gemeinderat mit 32 Kandidaten sowie für den Kreistag mit zwölf Bewerbern aus den Reihen der Lahrer SPD, die alternierend mit Männern und Frauen besetzt wurden.

Ferner führte Rinderspacher die Notwendigkeit eines guten Parteiprogramms an, ferner die Aufgabe, möglichst viele Wähler zu aktivieren, am 26. Mai 2019 an die Wahlurnen zu gehen. "Wir müssen der AfD die Stirn bieten", so Rinderspacher. Er zeigte sich überzeugt davon, dass nur eine starke Wahlbeteiligung von SPD-Wählern die AfD in die Schranken weisen könnten.

Walter Caroli, der mit 75 Jahren nochmals für den Gemeinderat kandidiert, appellierte an die Mitglieder, in den für die SPD schwierigen Zeiten zusammenzustehen: "Wir müssen an uns und die SPD glauben", so der frühere Landtagsabgeordnete, der den Parteimitgliedern in einer leidenschaftlichen Rede mit auf den Weg gab, für den Frieden und den Fortbestand der Demokratie zu kämpfen sowie mit allen Mitteln gegen Rechtsradikalismus und Populismus einzutreten. "Die SPD muss die Zukunft sehen", betonte Caroli, der klarmachte, dass die SPD nicht mehr die Arbeiterpartei sei, sondern eine Partei, die sich verstärkt um Ökologie und Klimaschutz zu kümmern habe. Caroli forderte eine neue inhaltliche Ausrichtung der Sozialdemokratie, die in die Zukunft gerichtet sei. Deshalb sei es notwendig, rechtzeitig das Feuer zu entfachen, um der SPD das Wählervertrauen zurückzugeben.

Roland Hirsch erläuterte die Kandidatenliste. Bekannte Gesichter wechseln mit neuen ab, sagte er. Ein breites Spektrum sei auf den Listen gegeben. Im Rückblick sagte Hirsch, dass die SPD im Gemeinderat in den vergangenen zehn Jahren die größte Fraktion darstellte. "Den Spitzenplatz wollen wir verteidigen", so der Fraktionsvorsitzende.

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