Lahr Das sagen die OB-Kandidaten zu den China-Plänen am Lahrer Flughafen

Christine Buchheit

"Von den konkreten Plänen weiß ich nichts. Man sollte aber beim Verkauf von kommunaler Infrastruktur sehr vorsichtig sein. Die ›Neue Seidenstraße‹ sehe ich nicht so euphorisch. Das ist ein Mix aus Chancen und Risiken. Klar ist auch: Die Chinesen sind keine Kanadier. Und China ist uns überlegen. Außerdem: Wollen wir mehr Flugverkehr? Und mehr Zulieferverkehr, auch durchs Schuttertal, von West nach Ost?"

Jürgen Durke

"Grundsätzlich finde ich es nicht diskutabel, dass ein so wichtiges Instrument für die Zukunft Lahrs, wie es der Flugplatz ist, aus der Hand gegeben werden soll. Der Flugplatz darf nicht an Investoren aus China verkauft werden. Es geht darum, die Stadt klimafreundlicher machen und wirtschaftlich in Richtung sinnvoller Zukunftstechnologien bewegen. Mit fremder Hand auf dem Flugplatzareal steht beides infrage."

Markus Ibert

"Mit mir als Oberbürgermeister der Stadt Lahr wird es keinen Verkauf des Flughafens an chinesische Investoren geben". Die Stadt hat 2013 die Flugbetriebsfläche erworben, um die strategischen Steuerungsmöglichkeiten in der Hand zu halten. In einer sehr guten Partnerschaft mit Martin Herrenknecht ist es gelungen, den Flugbetrieb als Entwicklungschance zu sichern. Dies kann und darf nicht aus der Hand gegeben werden."

Lukas Oßwald

"Ich habe davon heute morgen aus der LZ erfahren. Ich wurde als Fraktionsvorsitzender auch bisher nicht informiert! Es ist unverantwortlich, im Angesicht der Klimakrise so etwas zu planen. Wir können nicht beliebig viele Güter oder Menschen von A nach B fliegen, ohne die Umwelt und das Klima vollends zu zerstören. Ein Verkauf entscheidet der Gemeinderat. Dort werde ich dagegen stimmen, als OB oder Stadtrat."

Guido Schöneboom

"Von den genannten Plänen weiß ich nichts, sie gehören wohl ins Reich der Fabel. Klar ist hingegen, dass wir uns in absehbarer Zeit über die Zukunft des Flughafens Gedanken machen müssen und auch darüber, wer sich dort engagiert. Tafelsilber werde ich als OB nicht verscherbeln und ich bin dagegen, die Federführung des Flughafens aus der Hand zu geben. Über dessen Zukunft werden wir mit Rat und Bürgern diskutieren."

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