Lahr Chrysanthema: Immer mehr Schweizer besuchen Lahr

Das Kulturprogramm auf dem Marktplatz zog viele Besucher an. Foto: Baublies

Lahr (red/web) - Die 21. Chrysanthema ist am Wochenende zu Ende gegangen. Die Stadt zieht nun in einer Pressemitteilung eine positive Bilanz. Hunderttausende Gäste seien in den drei Wochen des Blumenfestivals in die Innenstadt geströmt.

"Es ist ein großer Erfolg, dass wir nach der 20. Chrysanthema 2017 und der Landesgartenschau eine rundum positive Bilanz der Chrysanthema ziehen können", resümiert Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller die vergangenen drei Wochen. Über genaue Besucherzahlen schweigt sich die Stadt aus. Der Erfolg kann in verschiedene Aspekte unterteilt werden.

> Kulturprogramm: "Das gesamte Kulturprogramm der Chrysanthema ist durchweg gut angenommen worden", sagt Friederike Ohnemus, Leiterin des Stadtmarketings. "Konzerte, Sonderausstellungen und Bühnenprogramm sind wichtige Stellschrauben neben den Blumen, um die Chrysanthema für Tagesgäste jedes Jahr aufs Neue interessant zu machen". 23 Tage Kulturprogramm und zwei Sonderausstellungen hätten Tausende Besucher angelockt. Auch für Kinder und Familien gab es ein breites Spektrum an Werkstatt- und Mitmachaktionen.

> Besuch aus dem Ausland: Eine verstärkte Werbung im Elsass lockte zahlreiche französische Besucher in den ersten beiden Wochen nach Lahr. Während die Franzosen individuell mit dem Auto die Chrysanthema anfahren, reisen die Schweizer Gäste vermehrt mit dem Zug an. "Mit rund 16 500 Busgästen und einem starken Zuwachs an Besuchern aus der Schweiz und Frankreich ist es uns gelungen, an den Erfolg im vergangenen Jahr anzuknüpfen", so Martina Mundinger vom Stadtmarketing.

> Busreisen: Auch durch die Landesgartenschau habe die Chrysanthema zahlreiche neue Reiseunternehmen hinzugewonnen, insbesondere aus der Schweiz. Von den 452 gezählten Reisebussen sind 38 Prozent aus dem Ausland, "soviel wie nie zuvor". Jeder vierte Reisebus kam aus der Schweiz. Lahr war Gastgeber für Besucher aus halb Europa, die aus Frankreich, England, Holland, Luxemburg, Österreich, Dänemark, Lettland, Tschechien und Belgien anreisten.

> Blumenausstellung: "In diesem Jahr sind wir verstärkt in die Fläche gegangen", sagt Richard Sottru, Leiter der Abteilung Grün und Umwelt. "Unsere Kaskaden-Chrysanthemen waren prachtvoll wie nie, hier gebührt den Gärtnern ein außerordentliches Lob", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Lahrer Stadtgärtner arrangierten zehn Themenbeete in der gesamten Innenstadt. Bei der Konzeption werde darauf geachtet, dass auch die Nebenlagen mit einbezogen werden.

> Einzelhandel: Die Chrysanthema ist ein wichtiger Standortfaktor für den Einzelhandel und die Gastronomie. "Ich bin sehr zufrieden mit der diesjährigen Chrysanthema", bilanziert Stefan Suszek, Geschäftsführer des Modehauses Zinser. "Wir hatten definitiv mehr französische Kunden als im Vorjahr und die Sonntage waren beide sehr gut besucht, was sich natürlich auch im Umsatz widergespiegelt." Auch Michael Schmiederer, Vorsitzender der Lahrer Werbegemeinschaft, zieht eine positive Bilanz: "Die Kundenfrequenz ist an den Wochenenden und in der ersten Woche sehr gut gewesen, sodass der Handel die Chrysanthema mit einem positiven Ergebnis abschließen kann".

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