Lahr Chinesische Stadt will Lahrer LGS nachbauen

Lahr (red/fg). Die Städte Lahr und Foshan in China planen im Bereich Landesgartenschau eine Kooperation. Bei einer China-Reise haben Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und eine kleine Lahrer Delegation die Stadt im Perlflussdelta besucht, um die Gespräche über diese Vereinbarung fortzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Lahr.

Ausgangspunkt war der Besuch eines Vertreters aus Foshan auf der LGS im Sommer 2018, auf den der Besuch einer Fachdelegation folgte. Bereits seit 2017 ist die Stadt Mitglied in der Chinesisch-Deutschen Industriestädteallianz ISA. Über diese Verbindung bestehen auch Kontakte zwischen Lahr und Foshan. Über die Pläne, die LGS nach China zu exportieren, hatte die Lahrer Zeitung bereits vor mehreren Monaten exklusiv berichtet.

Foshan, eine Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong mit rund 7,5 Millionen Einwohnern, lege besonderen Wert auf die Entwicklung von Grünzonen und habe deshalb neben vielen anderen Maßnahmen einen 17 Kilometer langen Uferpark entwickelt, so die Stadt. Dieser soll noch weiter ausgebaut werden. Im Herzen des im Endausbaus rund 34 Kilometer langen Parks soll der "Lahrer Platz" mit Bestandteilen der Landesgartenschau Lahr entstehen.

Über die Planungen konnten sich Müller und Ulrike Karl, LGS-Geschäftsführerin, vor Ort informieren. Es bestehe konkretes Interesse von chinesischer Seite, Teile der Lahrer LGS als deutsches Muster der Garten- und Parkgestaltung im Uferpark Foshan zu realisieren, schreibt die Stadt. Beispielhaft seien das Grüne Trauzimmer, das Krähennest oder als regionaltypisches Element ein Schwarzwaldhaus zu nennen. Die Stadt Foshan wird einen deutschen Landschaftsplaner beauftragen, das Lahrer Konzept auf die örtlichen Gegebenheiten zu übertragen.

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