Lahr Beruf und Co. geht in die 13. Runde

Moderatorin Leonora Gashi fragte Harry Ott von der Stadt Lahr, ob er nach der Mittleren Reife schon wusste, welchen Beruf er später einmal machen wollte. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

"Beruf und Co." ist in die 13. Auflage gestartet. Rund 120 Lahrer Schüler bekamen im Schlachthof ihre Aufträge, die sie bis zum Start der Messe im Frühjahr erledigt haben sollen. Gemeinsam arbeiten sie so an der Organisation der Messe mit.

Lahr. Seit einem Jahr organisiert die Neue Arbeit Lahr (NAL) die Schülerfirmen, die wiederum die Berufsinfomesse vorbereiten sollen. Am Mittwoch fand mit der Übergabe der acht Aufträge im Schlachthof die Gründung der Schülerfirmen statt. Diese werden von Moderatoren unterstützt, die beispielsweise aus Unternehmen, Jugendeinrichtungen oder aus der Elternschaft kommen können

Ziel ist es, Arbeitslosigkeit zu verhindern

Leonora Gashi und Selina Trzepla – Schulsprecherinnen der Otto-Hahn-Realschule – moderierten den Startschuss. Die Übergabe selbst nahmen Djahan Salar, Geschäftsführer der NAL, Harry Ott, Abteilungsleiter für Schulen, Sport und Verwaltung im Lahrer Rathaus, und Thomas Bachlmayr, Teamleiter Berufsbildung bei der Offenburger Arbeitsagentur, vor.

Die drei Vertreter aus der echten Berufswelt durften zunächst einige Fragen beantworten. Gashi und Trzepla hatten sich gut vorbereitet. So stellten die Moderatorinnen ganz nebenbei die Idee vor, die hinter der Messe und der Kick-Off-Veranstaltung steht.

Salar erklärte, dass ein Ziel der Messe und der Vorbereitungen, dazu dienen sollte, dass man Arbeitslosigkeit so früh wie möglich entgegenwirken wolle. Frühzeitig Sorge zu tragen, dass Schüler eine gute Ausbildung bekommen sei besser als erst spät zu reagieren. Im vergangenen Jahr lief bei der Messe alles wie erwartet. Oder doch nicht? Auch da hatten die Moderatorinnen nachgefragt. Salar ergänzte hier aber sofort: "Es läuft nie alles wie erwartet."

So wäre eine der größten Herausforderungen – und hier sprach Salar sicher für alle drei Befragten – das sich Bildungspläne an Schulen regelmäßig ändern würden. Ein Bonbon gab es auch: "Am meisten gefällt mir die Arbeit mit euch." Dafür gab es einen Extra-Applaus im Plenum.

Harry Ott wusste nicht so recht, welchen Beruf er ausüben solle

Sinnvoll wäre es, sich früh und umfassend für einen künftigen Beruf zu interessieren und dann jede Gelegenheit zu nutzen, sich zu orientieren, sagte Bachlmayr. Daher sei es sinnvoll, dass bei dem Projekt auch schon Schüler der achten Klassen teilnehmen würden, so Salar. Ott erinnerte sich daran, dass er nach der Mittleren Reife keine so genaue Vorstellung von seinem zukünftigen Beruf gehabt hatte. Er machte Abitur und besuchte die Fachschule für Verwaltung. Heute hat er als Abteilungsleiter etwa 40 Mitarbeiter. Er ergänzte, dass daher bei der Messe inzwischen neben klassischen Handwerksberufen, auch Dienstleister wie die Stadt oder die Polizei vertreten wären.

So bunt wie die Antworten der drei Vertreter der Organisatoren waren, so vielfältig sind die Aufgaben, welche die Schüler dann bekamen. Das Catering, organisiert von drei Gruppen, können die Besucher der Messe im Frühjahr dann auch praktisch erleben. Es gibt daneben handwerkliche Aufgaben, wie Messebau, eine Einführung in soziale und technische Berufe, Grafik-Design und Fototermine.

Die Messe Beruf & Co findet im kommenden Jahr zum 13. Mal am Freitag, 20. März und Samstag, 21. März, statt. Veranstaltungsort ist das erste Mal die Mehrzweckhalle im Bürgerpark.

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