Lahr Begehrter Preis und ein neues Logo

Stolz über die Auszeichnung (von links): Bürgermeister Guido Schöneboom, Thi-Dai-Trang Nguyen, OB Markus Ibert, Andreas May und Baubürgermeister Tilman Petters Foto: Baublies

Lahr - Für das Projekt "Samen oder Wurzel" im Interkulturellen Garten haben mehr als 20 Lahrer Gärtner den Preis "UN-Dekade – biologische Vielfalt" erhalten. Ein neues Logo für den Interkulturellen Garten wurde bei der Gelegenheit ebenfalls präsentiert.

Im ehemaligen Kleingartenpark der Landesgartenschau gibt es seit mehr als zwei Jahren das – auch für Lahr – einmalige "Biotop" des Interkulturellen Gartens. Am Samstag hat es einen besonderen Grund zum Feiern gegeben. Mehr als 20 Lahrer Gärtner wurden für das Biotop an der Römerstraße mit dem Preis "UN-Dekade – biologische Vielfalt" ausgezeichnet.

Der Preis für das Engagement in Lahr, kulturelle Vielfalt mit Blumen, Blüten, Früchten und Obst – aus sehr vielen Ländern – zu hegen und zu pflegen, hat viele Väter und Mütter. So freute sich Thi-Dai-Trang Nguyen, grüne Stadträtin und langjährige Sprecherin des Interkulturellen Beirats, über das Erscheinen der gesamten Verwaltungsspitze. Das würde so oft nicht vorkommen. Oberbürgermeister Markus Ibert und Sozialdezernent Guido Schöneboom würdigten die Idee dieses Gartens, das Engagement von Einwohnern Lahrs, der Verwaltung und des Gemeinderates.

Noch größere Fläche im kommenden Jahr

Der Interkulturelle Garten ist ein Teil der Landesgartenschau gewesen und als eines der nachhaltigen Projekte nach dem Ende der Blumenschau am Fuß des Schwarzwaldes erhalten geblieben. Daher zeigte am Samstag auch Baubürgermeister Tilman Petters Interesse an dem Garten. Dieser wird im kommenden Jahr auf einer größeren Fläche noch mehr Engagement, Verbundenheit und Zusammenhalt erfordern, da sind sich alle Beteiligten sicher. Der BGL hat die Fläche bereits abgesteckt und daher wird es – wie im bereits kultivierten Bereich – ab dem Frühjahr wachsen, leben und gedeihen.

"Leben – Natur – Vielfalt" heißt der Wettbewerb der UN. Die Auszeichnung, einen Pokal aus Holz, überreichten OB Ibert und Andreas May vom Amt für Soziales an die Sprecherin des Beirats, Nguyen. Die gab den ausgesprochen Dank an die Verwaltung und den Gemeinderat sowie an alle, die mitmachen, zurück: "Der Garten ist offen für alle, die uns besuchen wollen." Die etwa 25 Gärtner – samt deren Familien mit steigender Tendenz – würden dort mit "körperlichem und zeitlichem Einsatz einen Garten der Begegnung hegen und pflegen".

Eigenes Logo für Interkulturellen Garten 

Ein besonderes Lob bekam Schöneboom. Wenn man mit "komischen Ideen" zu ihm kommen würde, laute die Antwort meistens: "Schauen wir mal." Der Preis der UN-Dekade und das, was die Verwaltung samt dem Gemeinderat hier möglich machen würde, "stärkt uns den Rücken". Das Leben im Garten und der Luxus, dass es diesen Garten gibt, sollte auch entsprechend geschätzt werden.

Eine Überraschung präsentierten Nguyen und Detlef Lindner, ehemaliger Biologielehrer und heute einer der Gärtner, im Anschluss. Der Interkulturelle Garten hat jetzt ein eigenes Logo. Lindners Tochter Ronja ist Grafikerin. Sie hat einige Entwürfe gemacht, aus denen die Gärtner dann das neue Logo ausgewählt haben. An einem Ast wachsen auf der einen Seite grüne Blätter auf der anderen Seite liegen ein gelbes, blaues und rotes Blatt auf einem grünen Untergrund. Sie symbolisieren die Idee des Interkulturellen Gartens: "Gemeinsam gestalten, zusammenkommen und zusammen wachsen."

Dac Anh Minh Ngo mit dem Cello und Noten von Johann Sebastian Bach sowie Nina Beck (Gesang) und Victor Rehberg (Akkordeon) umrahmten die Preisverleihung musikalisch.

Lahrer Vielfalt 

Der Interkulturelle Garten Lahr zwischen der Moschee und den Hochhäusern an der Römerstraße ist ein Ort der Begegnung. Man kann mit allen Sinnen, offen für alle, aufeinander zugehen und Neues erlernen. Der Garten hat bisher auf einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern mit dem Haus (90 Quadratmeter) Platz für die Vielfalt geboten, die Lahr auszeichnet. Ab dem kommenden Jahrs wird der Garten auf dann 1.200 Quadratmetern sicher noch einiges mehr an Platz für Begegnungen, biologische Vielfalt und die daraus resultierenden Genüsse bieten.

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