Lahr Baukästen und Einzelanfertigungen mit der Kettensäge

Kinder basteln Nistkästen. Dies ist eine Angebot des LGS-Freundeskreises. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Lahr (bau). Ob Schrauben oder die Arbeit mit den Pinseln samt Farben wichtiger gewesen sind, darüber waren die Kinder und Jugendlichen am Sonntag nicht ganz einig.

 

Der Freundeskreis der Landesgartenschau hat unweit der Krake am Ufer des Sees im Seepark Bausätze für Nistkästen bereitgestellt – sowie jede Menge Farbe für die Dekoration. Gleich zu Beginn der Aktion waren die Tische belegt. "Einfach bunt", sagte Marlon ,neun Jahre, und blickte kritisch auf die bereits gezogenen Striche. Den Kasten hatte er bereits zusammengeschraubt. Also dürfte sich die knappe Aussage auf die vielen Möglichkeiten der Farbgebung beziehen. Auch Maxime, zehn Jahre, hatte an der farblichen Gestaltung der Kästen mehr Interesse. Dafür waren die Geräusche am Tisch nebenan, wo die fertigen Teile zusammengesetzt und verschraubt wurden, auch nicht zu überhören. Kathrin Lorenz und Michael Ständer, die zum Freundeskreis gehören, haben die Teile für 50 Bausätze zurechtgeschnitten und die entsprechenden Löcher vorgebohrt. Daher sind die Nistkästen schnell montiert gewesen. Es gibt aber auch Nistkästen einer ganz anderen Art. Jean-Luc Ringwald, der sich in der Region als Künstler mit seiner Kettensäge einen Namen gemacht hat, "zimmerte" seine Nistkästen aus einem massiven Holzblock. "Neun oder zehn Schnitte", antwortete er auf die Frage, wie das denn funktionieren würde. Dann setzte er die Säge an – und tatsächlich war das erste Vogelhäuschen dann auch schnell zurecht gesägt. Nur das Loch, für den Eingang und Ausgang der späteren Bewohner, hatte er dann doch gebohrt. "Vögel haben es gerne genormt", sagte er. Dafür gab es beim Künstler auch noch ganz andere Häuschen. Er zeigte einen der Länge nach geviertelten Stamm. Die Vogelhäuschen würden drei Ecken bekommen. Ein Trost für die nun nicht wirklich normgerechte Wohnung. Das Loch ist an dem Teil der Behausung angebracht, an der einmal der Rinde gewesen war. Das dürfte die neuen Mieter, wenn es denn Spechte wären, also an einen gewohnten Baum erinnern. Die Aktion ist am Sonntag gut angenommen worden. Daher sagte Lorenz auch, "von elf Uhr bis fertig". Sollte heißen, dass die Kinder von elf Uhr an schrauben und malen konnten – bis eben keine Fertigteile mehr da waren.

Das war sicher auch der Grund, warum gleich anfangs ordentlich Betrieb herrschte. Die Aktion wird am Sonntag, 7. Oktober, wiederholt.

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