Unerlaubte Fütterung der Wassertiere sorgt für Vermehrung Bakteriengefahr am LGS-See: Baden bleibt dort verboten

Werden Wasservögel am LGS-See zu arg gefüttert, vermehren sie sich und verunreinigen das Wasser. Foto: Archivfoto: Braun

Lahr - Der LGS-See bleibt laut Stadt gesperrt, weil dort gefährlich hohe Werte an Colibakterien entdeckt wurden. Auslöser seien Wasservögel, die von Besuchern massiv gefüttert würden, zu zahlreich aufträten und dann das Wasser verunreinigten.

Die wöchentlich entnommenen Wasserproben aus dem Stegmattensee hätten erneut Werte ergeben, die einen regulären Badebetrieb nicht gestatten würden. Für den Badebetrieb dort gelten laut Stadt die Grenzwerte für Naturbäder, die wesentlich strenger seien als etwa für Baggerseen. Die aktuellen Werte zeigten eine massive Verkeimung mit Escherichia coli (E. coli) und Enterokokken. E. coli ist ein Bakterium, das außerhalb des Darms von Warmblütern rasch abstirbt. Somit deute sein Vorkommen auf aktuelle Fäkal-Verunreinigung hin. Enterokokken wiederum zeigten unter anderem eine Verschmutzung durch Wasservogelfäkalien an.

Schwäne sorgen für verunreinigtes Wasser

Wertüberschreitungen dieses Ausmaßes und dieser Dauer gab es laut Stadt in den vergangenen Betriebsjahren nicht. Einen Zusammenhang sieht die Stadt mit dem unerlaubten Füttern von Wildtieren. Trotz der klaren Verbotsbeschilderung rund um den See fänden BGL-Kräfte immer wieder größere Futterablagestätten, oft ganze Tüten mit Brot, gar komplette Laibe.

Wildtiere wie das Wassergeflügel im Stegmattensee benötigten jedoch keine Fütterung – im Gegenteil: Ein Zufüttern mit Abfällen und Resten menschlicher Nahrung führe zu Krankheiten, unerwünschter Vermehrung und Zuzug weiterer Tiere, vor allem Ratten. Neu hat sich am LGS-See auch ein Schwanenpaar niedergelassen. Es hat Nachwuchs. Seit deren Zuzug weise die Wasserqualität regelmäßig extreme Verkeimungen auf.

  • Bewertung
    4