Lahr Ausgelassene Party in bunter Vielfalt

Rap zum Abschluss: Das Duo "Zweierpasch" begeisterte die Besucher im Schlachthof. Foto: Baublies

Lahr - Die Party war bunt, ausgelassen und zeigte die Vielfalt an Kulturen in Lahr. Der Jugendmigrationsdienst hatte zu einer Fete besonderer Art in den Schlachthof eingeladen.

Mit der Veranstaltung wollte der Jugendmigrationsdienst zeigen, was Menschen zusammen bewirken können. Der Slogan "Together as One" bedeutet etwa "Zusammen sind wir einig". Den Beweis traten die jüngeren Besucher an, als "Zweierpasch" auf der Bühne erschien. Das Rap-Duo – Till und Felix Neumann – begeisterte aber auch die etwas Älteren. "Worrier" alias Yaya Singhateh aus Gambia trat unter anderem auch mit eigenen Liedern auf. Auch der charismatische Sänger hatte unter den jugendlichen Gästen viele Fans. Eine gelungene Integration dürfte die Tatsache sein, dass "Warrior" inzwischen in einem Kindergarten in Lahr als "Bufdi" (Bundesfreiwilligendienst) arbeitet.

Bei einer Modenschau unter dem Motto "Black & White" waren knapp 40 Models im Alter zwischen vier und 60 Jahren auf der Bühne versammelt. Als "Schneider" hatte der Kleidertreff des DRK gedient. Die Ergebnisse waren sehenswert und zeigten – passend zur Idee des Projekts – viele Farben und Facetten zwischen den beiden Extremen Schwarz und Weiß. Die Organisatoren wollten zeigen, was es an Vielfalt – und sicher nicht nur hier in Lahr – gibt. Das übrigens betraf sowohl die Kleider als auch die Models. Der Beifall war dem Charme der Darbietungen angemessen.

Das Projekt hatte aber weit mehr zu bieten. Im Freien gab es eine grelle Ausstellung, die auch in der Dunkelheit für Aufmerksamkeit sorgte. Der Platz, an dem im Sommer Tische und Stühle stehen, war von fantasievollen Graffiti umsäumt. Ein Strahler brachte Licht in die Dunkelheit. Etliche der Künstler nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Werke per Selfie zu verewigen. Der leichte Nieselregen war da Nebensache –­ davon ließ sich keiner stören.

Es waren viele Jugendliche im und um den Schlachthof unterwegs. Der Wochentag für die zweite Fete von "Together as One" war also genau richtig gewählt. Gegen 22 Uhr war die Party vorüber. Die meisten der Gäste haben am anderen Morgen also ausgeschlafen den Weg in die Schule geschafft. Wenn nicht, dann lag es wohl nur an der Aufregung und dem Fieber rund um die Fete.

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