Lahr Auf SC Lahr wartet nächstes Topteam

Lahrs Violand Kerrelaj und Kapitän Johannes Wirth (Mitte) wollen gegen Pfullendorf den ersten Sieg einfahren. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Vielversprechend war der Auftakt der Ortenauer Teams in die neue Verbandsligasaison. Nun wollen der SC Lahr, der Offenburger FV und der Kehler FV am zweiten Spieltag nachlegen.

(skl). SC Pfullendorf - SC Lahr (Samstag, 17.30 Uhr). Während Pfullendorfs Trainer Adnan Sijaric in Interviews gerne anderen Mannschaften die Favoritenrolle auf den Aufstieg zujubelt, haben viele seiner Trainerkollegen die junge Mannschaft aus dem Landkreis Sigmaringen auf dem Zettel. Dennoch reichte es für den Verbandsliga-Spitzenklub, in der letzten Saison als Tabellensiebter einen Platz vor dem SC Lahr notiert, am ersten Spieltag trotz zahlreicher Chancen lediglich zu einem 1:1-Unentschieden beim Aufsteiger DJK Donaueschingen. Ex-Profi Faruk Gülm, der schon für den 1. FC Heidenheim in der 3. Liga und zuletzt beim Schweizer Zweitligisten FC Schaffhausen spielte, schoss das Tor des Tages für die Gäste aus Pfullendorf.

Für Lahr wird es nach dem 3:3 zum Auftakt gegen den starken Kehler FV die nächste schwere Aufgabe, die es zu lösen gilt. In der letzten Saison gewann die Elf von Trainer Oliver Dewes beide Partien gegen den SCP souverän (2:0 in Pfullendorf, 3:0 in Lahr). Und in dieser Spielzeit sind die Ortenauer keinesfalls schlechter aufgestellt, als in der Vorsaison. Dies bewies bereits der starke Auftakt gegen den KFV. "Pfullendorf spielt immer eine gute Rolle in der Verbandsliga und will auch in diesem Jahr wieder oben dabei sein", warnt Dewes. Andererseits geht der Lahrer Übungsleiter die Aufgabe auch selbstbewusst an: "Die Leistung gegen Kehl stimmt mich zuversichtlich." Auch der Gegner zollt den Ortenauern auf seiner Website Respekt: "Das wird ein anderes Spiel als in Donaueschingen. Lahr ist mit uns auf Augenhöhe. Damit erwarten wir ein spannendes Spiel mit offenem Ausgang", erklärt Sijaric.

Während bei Pfullendorf alle Mann an Bord sind, muss Dewes auf den Langzeitverletzten Luca Grösser verzichten. Der gegen Kehl in der Schlussphase mit Leistenproblemen spielende Kapitän Johannes Wirth konnte in dieser Woche nur sporadisch trainieren. Über seinen Einsatz soll kurzfristig entschieden werden: "Aber das wirft uns nicht um. Wir haben in dieser Saison genügend Alternativen", betont Oliver Dewes.

(jn). FC Radolfzell - Offenburger FV (Samstag, 14.30 Uhr). Nach dem gelungenen Saisonstart mit dem 4:2-Heimspielsieg gegen den SV Bühlertal muss sich am Bodensee zeigen, was der Auftaktsieg wert war. Mit dem FC Radolfzell trifft der OFV auf eine kompakte und torgefährliche Mannschaft, die allerdings zuletzt gegen den FC Waldkirch beim 2:2 über eine Punkteteilung nicht hinweg kam. Obwohl die Elztäler nach einem Strafstoß und einem Platzverweis bereits in der zweiten Minute gezwungen waren, in Unterzahl die Partie zu bestreiten. Dennoch dürfte der OFV gewarnt sein, denn der FC gewann das Rückrundenspiel der vergangenen Saison mit 3:1.

Vor allem in der Offensive verfügt Radolfzell mit Alexander Stricker, Robin Niedhardt und Tobias Krüger über eine gut eingespielte und äußerst torgefährliche konterstarke Sturmreihe. "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, denn Radolfzell wird nach der Punkteteilung in Waldkirch einiges aufzuarbeiten haben und mit Sicherheit den ersten Heimspielsieg der Saison anstreben", liegt die Messlatte für OFV-Coach Florian Kneuker hoch. Der Trainer muss weiterhin auf die Verletzten Dimitrios Tsolakis, Jacob Harter und Marco Junker verzichten. Ebenso steht ihm berufsbedingt Samuel Geiler nicht zur Verfügung. Ob es für den angeschlagenen Kapitän Marco Petereit für einen Einsatz reichen wird, muss abgewartet werden.

(jör). Kehler FV - FC Waldkirch (Samstag, 15.30 Uhr). Beide Vereine starteten mit einem Remis zum Auftakt. Während der Gast gegen Radolfzell noch einen 0:2-Rückstand umwandelte, schafften die Grenzstädter in der Schlussphase des Derbys in Lahr noch ein 3:3. "Gemessen an den Spielanteilen war es gerecht", brachte Kehls neuer Trainer Frank Berger das Unentschieden auf den Punkt.

Waldkirch befand sich wie der KFV in der abgelaufenen Saison lange im Abstiegskampf. Gegen die Grenzstädter hatte der FCW aber immer einen guten Lauf: "Soweit ich mich erinnere, haben wir beide Spiele gegen Waldkirch verloren. Es ist ein Gegner, der tief steht und aufs Konterspiel setzt", erklärt Berger, der 2018/19 allerdings noch nicht dabei gewesen war. Bei den angeschlagenen Harim Makaya und Fadi Kehloufi, beides Neuzugänge vom SC Lahr, hofft der Trainer noch auf einen Einsatz. Derweil kehrt Angreifer Elyes Bounatouf zurück. Weiterhin fehlen werden die Urlauber Arber Paqarizi und Bünyamin Günyakti.

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