Lahr "Asche ade, kein Knie tut mehr weh"

Vorsitzender Josef Schoubrenner (von links) ehrte Johann Grösser, Kurt Hertenstein, Hubert Beck für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit beim SC. Auch der neue zweite Vorsitzende Achim Weis gratulierte. Foto: Verein

Kuhbach/Reichenbach (red/tk) - "Der Verein lebt“, rief das Kuhbacher Urgestein Bernd Kaiser am Ende einer emotional geführten Diskussion über den Solidarbeitrag zur Finanzierung des Allwetterplatzes am Mittwoch in die Versammlungsrunde des SC Kuhbach-Reichenbach.

 

Mit 77 Teilnehmern im Sportheim stellte die Hauptversammlung einen Rekord auf. Die Tätigkeitsberichte spiegelten die Höhen und Tiefen des Fußballvereins wider. Die Grundstimmung blieb positiv: "Der SC ist auf einem guten Weg", bestätigten die Aktiven, Fans und Mitglieder des Fördervereins, der vor der Hauptversammlung tagte und Artur Berger erneut als Vorsitzenden des Fördervereins bestätigte.

Josef Schoubrenner, der alte und wiedergewählte Vorsitzende des SC Kuhbach-Reichenbach, rückte die Aktivitäten zur Umwandlung des alten Tennenplatzes in einen Allwetter-Rasenplatz in den Mittelpunkt seines Tätigkeitsberichts. "Asche ade, kein Knie tut mehr weh", sagte er humorig über das Großprojekt, das in einem Volumen von rund 285 000 Euro in Angriff genommen wurde und von der Stadt Lahr und dem Badischen Sportbund bezuschusst werde. Rund 40 000 Euro müsse aber der Verein selbst stemmen.

Wie die Finanzierung des Eigenbeitrags verlaufe, schilderte Johannes Himmelsbach, "Chef-Koordinator" für den Allwetterplatz. Er löste damit eine hitzige Diskussion aus, ging es doch darum, wie hoch der Sonderbeitrag für die rund 400 Aktiven ausfalle. Letztlich legte sich die Versammlung auf einen Einmalbeitrag von 50 Euro fest.

Die Tätigkeitsberichte im sportlichen Bereich zeigten, dass es im Seniorenbereich der ersten Mannschaft viele Höhen und Tiefen gegeben habe. Große Freude bereite die Jugend, wie Jugendleiter Stefan Gräther über die rund 160 Kinder und Jugendlichen berichtete, die von zwei Dutzend Trainern betreut werde. "Finanziell alles im Lot" fasste Schatzmeister Helmut Reichow die Kassenstände zusammen. Wirtschaftlich erfolgreich seien auch die 20. Familien- und Sporttage im vergangenen Jahr verlaufen, mit denen "20 Jahre Sporttage im SC" gefeiert wurden.

Reichow wies nach, dass auch in die Infrastruktur des Vereins investiert wurde. Beispiele waren der Anbau von Küche und Geräteraum. Die Vielzahl an Aktivitäten listete Sascha Himmelsbach für den verhinderten Schriftführer Daniel Munz auf. Der Blick war auch ganz auf den Allwetterplatz gerichtet, der am 1. Juli im Rahmen der Familien- und Sporttage 2018 eingeweiht werden soll.

Michael Stöhr ließ als Sprecher der Aktiven das Sportgeschehen Revue passieren. Dabei sei guter Fußball geboten worden. Probleme hätte der Weggang der Trainer und einiger wichtiger Spieler gebracht, die nicht durch Neuzugänge sofort hätten ausgeglichen werden können. Großes Lob gab es für den neuen Trainer Fabian Kaiser, der vom SC Lahr an den Giesenbach gekommen sei und auf den die Mannschaft viel setze, sagte Stöhr. Ziel sei es, den Erhalt der ersten Mannschaft in der Kreisliga A zu sichern. In allen Bereichen liefen bereits die Planungen für die kommende Saison.

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