Lahr Alle Herausforderungen gemeistert

Lahr/Köln - Die 19-jährige Andreev aus Lahr steht im Finale der Fernsehshow "Masters of Dance", das heute, Donnerstag, ab 20.15 Uhr auf "Pro Sieben" ausgestrahlt wird. Die Teilnahme ist eine Erfahrung, die sie nicht missen möchte.

Kristina tanzt für ihr Leben gern. Ob in der Lahrer Tanzschule ihrer Eltern, auf den Bühnen ihrer Tanzschule in Stuttgart oder seit neuestem auch im Fernsehen. Die 19-Jährige ist die jüngste Kandidatin der TV-Sendung "Masters of Dance".

Begonnen hat für Kristina das Fernseh-Abenteuer Ende September in Köln. Dort tanzte sie vor der vierköpfigen Jury mit einer eigenen Choreografie vor, zwei Team-Chefs wollten sie in ihren Team haben. Kristina entschied sich für das Team von Tänzerin Nikeata Thompson. "Als ich das erste Mal vor der Jury tanzte und die anderen Profi-Tänzer sah, dachte ich: Mädchen, was hast du hier verloren", erinnert sie sich. Show um Show tanzte sie sich weiter, nun steht sie im Finale. Im Falle des Sieges, bei dem 50 000 Euro winken, möchte die ehemalige Schülerin des Clara-Schuhmann-Gymnasiums das Geld erstmal sparen.

Sechs Stunden Training am Tag

Kristina steht schon von Kindesbeinen an auf der Bühne. Im Alter von vier Jahren begann sie mit rhythmischer Sportgymnastik unter Anleitung der Lahrerin Viktoria Tereschenko. Mit 14 Jahren widmete sie sich dem Bühnentanz. Es folgte eine Ausbildung zur professionellen Tänzerin in Stuttgart, womit sich für Kristina ein Kindheitstraum erfüllte. Täglich investiert sie bis zu sechs Stunden in ihr Tanztraining. Später möchte sie einmal die Tanzschule ihrer Eltern "Dance Fit" in Lahr übernehmen. Überhaupt spielt Familie für sie eine wichtige Rolle. "Ohne meine Familie hätte ich das gar nicht alles geschafft. Meine Familie und Freunde waren bei den Shows dabei und haben mich unterstützt."

Bei der TV-Show habe sie vor allem unter einem immensen Zeitdruck gestanden – oft habe sie nur wenige Tage Zeit gehabt, um die Choreografien zu lernen. Dazu kamen noch andere Schwierigkeiten: "Ich musste sehr oft Stile tanzen, die ich sonst nicht mache", sagt sie. Normalerweise bewege sie sich eher im klassischen Bereich, während der Show habe sie aber auch oft Hip-Hop getanzt. Sie zieht aber ein positives Fazit. "Bevor ich mich beworben habe, dachte ich, dass der Druck noch schlimmer ist." Eine besondere Herausforderung sei gewesen, zusammen mit einem Tanzpartner mit verbundenen Augen zu tanzen. Erst am Tag des Auftritts bekam sie die Augenbinde. Zuvor hatte sie mit geschlossenen Augen trainiert – nicht mit großem Erfolg. "Die Generalprobe ging furchtbar schief", sagt sie. "Aber sobald ich die Binde aufhatte, wusste ich: das klappt."

Heute endet Kristinas Zeit bei "Masters of Dance". Ihre Teilnahme bereut sie nicht. "Ich hatte eine Erfahrung, die nicht jeder machen kann. Ich habe viel in dieser kurzen Zeit gelernt. Selbst wenn ich verliere, für mich habe ich gewonnen."

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