Lahr Adventsmarkt auf der Dammenmühle vorbereitet

Lahr - Auf der Dammenmühle weihnachtet es sehr; dort wird an diesem Freitag um 17 Uhr ein Adventsmarkt eröffnet. Edgar Kenk hat in den vergangenen Wochen mit den Vorbereitungen alle Hände voll zu tun gehabt.

Der Inhaber und sein Team haben im Hof und um den See 14 weiße Spitzdachzelte ­ aufgestellt, in denen Hobbykünstler Selbstgemachtes anbieten, etwa Strickwaren, Holzfiguren, aber auch Kulinarisches. Kenk hat Leitungen für die Stromversorgung der Stände verlegt und Lichterketten von rund fünf Kilometern Länge aufgehängt – auch am Uferweg entlang. Viel Arbeit bereitete ihm und seinen Helfern zuletzt das Säubern des Sees – es galt, massenweise Blätter und Tannennadeln zu entfernen, die die Bäume dort im Herbst verloren haben.

"Es macht sehr viel Arbeit, aber das ist es uns wert", sagt Kenk in einer Arbeitspause. Es ist nun der zwölfte Weihnachtsmarkt, den er auf der Dam­menmühle veranstaltet, in den ersten Jahren nur an einem Wochenende, nun zum zweiten Mal in Folge über mehr als drei Wochen, von diesem Freitag bis Sonntag, 22. Dezember. Geöffnet ist täglich (außer Montag) ab 17 Uhr, sonntags ab 12 Uhr. "Viele Besucher haben mir gesagt, dass das hier der richtige Lahrer Weihnachtsmarkt ist", sagt Kenk nicht ohne Stolz.

Kenk hatte schon daran gedacht, den Markt abzusagen

Als im Mai bekannt wurde, dass im Seepark ein großer Weihnachtsmarkt geplant ist, nahm er diese Nachricht mit gemischten Gefühlen auf, vorsichtig formuliert. Kenk räumt ein, damals daran gedacht zu haben, die eigene Veranstaltung wegen der neuen Konkurrenz abzublasen. Der geplante "Winzerzauber im Seepark" habe auch durchaus eine Rolle bei seinen Überlegungen gespielt, als er im Herbst den Restaurantbetrieb der Dam­menmühle einstellte: Er habe befürchtet, dass er durch das neue Event im Seepark Einbußen beim Dezember-Geschäft erleiden werde. Letztlich ist dann aber, wie berichtet, aus dem Weihnachtsmarkt im Seepark nichts geworden, da sich dafür nicht genügend Aussteller gefunden haben.

"Es ist ein Riesenaufwand, so einen Markt zu organisieren", weiß Kenk, der dabei ohne jegliche Unterstützung der Stadt auskommt, wie er betont. Er will den Besuchern etwas bieten, hat deshalb zum Beispiel eine 16 Meter lange Bahn für Eisstockschießen aufgebaut. In einer lebenden Krippe am westlichen Seeufer werden Esel, Ziegen und Schafe zu sehen sein. Ein paar Schritte weiter hält Schwester Melanie an den vier Adventssonntagen ab 15 Uhr Wortgottesdienste in der Gertrud-Kapelle ab. An den Wochenenden werden Musikkapellen auf der Open-Air-Bühne für Unterhaltung sorgen, auch Helmut Tröster auf seiner Drehorgel spielt auf.

Kenk freut sich auf die Atmosphäre des Weihnachtsmarkts, für den er mehrere Feuerstellen vorbereitet, ohne zu verhehlen, dass das Event auch ein Wirtschaftsfaktor für die Dam­menmühle ist. Sein Team wird bei einem Hofverkauf Bier aus eigener Herstellung, Brot Seife und Whiskey anbieten. Natürlich bewirtet die Dammenmühle auch, unter anderem mit Waffeln, Glühwein und Feuerzangenbowle. So soll das Event Freude verbreiten, aber auch Umsatz generieren: "Der Weihnachtsmarkt ist unsere Chrysanthema", stellt Kenk fest.

  • Bewertung
    2