Lahr Abschluss: Freie Evangelische Schule verabschiedet Absolventen

Bei Lehrern und Preisträgern herrschte gute Stimmung (von links): Schulleiter Walter Rudolph, Bereichsleiter Gymnasium Detlev Zimpel, Simon Steinhauer, Florian Linker, Linus Binninger, Sophia Schrod, Lorenz Obert, Leonie Mende, Mattia de Luca, Nico Marzinkowski, Bereichsleiter Realschule Simon Dörr und Bereichsleiter Werkrealschule Markus Masse. Auf dem Foto fehlt Alexander Gajer. Foto: Schule

Lahr/Sulz - Als Verbundschule befinden sich bei der Freien Evangelischen Schule Lahr (FES) alle Schularten unter einem Dach. Daher ist es Tradition, mit allen Abschlussschülern aus Werkrealschule, Realschule und Gymnasium eine gemeinsame Feier zu gestalten.

So bot sich beim Sektempfang den Eltern, Freunden und Lehrern auch in diesem Jahr der besondere Anblick, wenn aus den vertrauten Kindern und Schülern mit einem Mal festlich gekleidete junge Damen und Herren werden, bereit, den Sprung ins Leben zu wagen. Passend dazu griff Schulleiter Walter Rudolph in seiner Begrüßungsrede in der Sulzberghalle das Bild der Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling auf.

Dem ersten Teil des Abends folgte ein Essen im festlich dekorierten Saal. Danach erhielten alle vier Abschlussklassen der Reihe nach ihre Zeugnisse. Während Markus Masse (Werkrealschule Klasse 9, Mittlerer Bildungsabschluss), der als stellvertretender Schulleiter und Moderator durch den Abend führte, seine Klasse ermutigte, sich Umwege zu erlauben, die weiter bringen, zitierte Angelika Rudolph (Realschule) den Künstler Friedensreich Hundertwasser: Die Abschlussschüler sollten interessierte Suchende bleiben und die Ereignisse um sich herum stets zu deuten versuchen, sonst "zehren wir von längst verwesten Erkenntnissen".

Normalerweise sei seine Rede die letzte Möglichkeit, "offene Rechnungen zu begleichen", begann Bereichsleiters des Gymnasiums Detlev Zimpe, was in diesem Jahr allerdings nicht notwendig sei, da er den Schülern doch eine tatsächliche Reife zuzugestehen müsse. Es sei ein Jammer, dass sie jetzt gingen, er hätte gern mit ihnen weiter gearbeitet. Karin Binder-Grieswald (Werkrealschule Klasse 10, Hauptschulabschluss), wies darauf hin, dass manch ein Abgänger sehnsüchtig darauf warte, seine Begabung bei einer Ausbildung stärker einsetzen zu können als auf der Schulbank.

Nach der Eröffnung eines reichhaltigen Kuchen- und Nachtischbuffets überreichten die Schüler den Lehrern ihrerseits Preise und Geschenke, und präsentierten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit.

Den Preis für das beste Abitur erhielt Sophia Schrod, die eine Gesamtnote von 1,2 erreichte (siehe Info).

Die Freie Evangelische Schule Lahr ist eine Schule in privater Trägerschaft mit derzeit 570 Schülern und wurde vor 24 Jahren gegründet. Sie kann anstelle der jeweiligen öffentlichen Schule besucht werden. Alle vier Schularten Grundschule, Werkrealschule, Realschule sowie das Gymnasium (G 9) sind ohne Einschränkung staatlich anerkannt. Besonderheiten sind die christliche Werteorientierung, kleine Klassen (maximal 24 Schüler) und ein ausgeprägtes Vorschulangebot.

Da sich alle Schularten unter einem Dach befinden, ist der Wechsel von Grundschule zur Sekundarstufe oder der Wechsel zwischen Werkrealschule, Realschule und Gymnasium recht einfach möglich. Auch Quereinsteiger aller Altersstufen können aufgenommen werden.

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