Lahr A 5-Ausfahrt und Turbokreisel: "Wir werden rechtzeitig fertig"

Lahr - Während es beim Brückenbau für die Landesgartenschau klemmt, gibt’s bei der Ertüchtigung der A 5-Ausfahrt und dem Kreiselbau in der Schaeffler-Straße keine Probleme. Diese beiden Vorhaben sollen auf jeden Fall vor der LGS fertig werden.

 

Udo Gütle ist optimistisch – der Projektleiter rechnet damit, dass der Ausbau der A 5-Ausfahrt noch vor Ostern abgeschlossen wird. Sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan werden eingehalten, versicherte der Bauingenieur bei einem Pressegespräch am Donnerstag.

Zu dem Termin hatte das Regierungspräsidium, Bauherr bei der A 5-Anschlussstelle, eingeladen, noch ehe das ganze Ausmaß der Schwierigkeiten beim LGS-Brückenbau bekannt war. Vor dem Hintergrund der dortigen Verzögerungen betonten Gütle und Gerold Schmidt, Referatsleiter im Regierungspräsidium, dann aber mehr als einmal, dass bei der Großbaustelle neben der A 5 alles rund läuft.

Schmidt spendierte den beteiligten Firmen Joos und Vogel-Bau ein Lob, Gütle hob außerdem eine clevere Baustellenplanung hervor – man sei gut vorangekommen, ohne den Straßenverkehr unnötig auszubremsen. Auch am Donnerstag rollten Autos und Lkws auf engen Fahrspuren über den wichtigen Knotenpunkt mit seinen Auf- und Zufahrten, während nebendran gearbeitet wurde. "Der Stau ist jetzt, mit der Baustelle, auch nicht größer, als er es ohne die Baustelle wäre", stellte Gütle fest.

Westliche A 5-Ausfahrt wird ab 14. Februar für drei Wochen gesperrt

Mit der dreiwöchigen Sperrung der östlichen A 5-Ausfahrt habe man ebenfalls "gute Erfahrungen" gemacht. Während der Sperrung seien täglich 6000 bis 7000 Fahrzeuge weniger auf der B 415 unterwegs gewesen – "das war ein Vorteil für die Pendler aus dem Ried, die fast keinen Stau hatten", so Gütle.

Nun hatte das Regierungspräsidium aber nicht nur zu dem Termin eingeladen, um eine positive Bilanz zu ziehen, sondern auch, um die Autofahrer vorzuwarnen. Von Aschermittwoch, 14. Februar, bis Samstag, 10. März, wird nämlich die westliche Auffahrt zur A 5 für Bauarbeiten dichtgemacht. Gütle empfahl Fahrern, auf die Ettenheimer Ausfahrt auszuweichen.

Damit soll das Gröbste dann aber erledigt sein. Gütle rechnet damit, dass im März die Ampeln an der Kreuzung B 415/Schaeffler-Straße in Betrieb gehen und damit die gesamte Maßnahme pünktlich abgeschlossen wird. Den Termin für die offizielle Freigabe der beiden neuen A 5-Ausfahrten sowie der neuen Kreuzung B 415/Schaefflerstraße will das Regierungspräsidium kurzfristig bekanntgegeben.

Unfallschwerpunkt auf der B 415 soll beseitigt werden

5,5 Millionen Euro kostet das Großprojekt, von denen die Stadt Lahr 700 000 Euro und das Land den Rest trägt. Doch der Aufwand lohnt sich, sind Schmidt und Gütle überzeugt – sie versprechen sich "einen deutlich besseren Verkehrsfluss" und einen Rückgang der Unfallzahlen. Beim Abbiegen von den A 5-Abfahrten auf die B 415 hätten sich "klassische Kreuzungsunfälle" ereignet, so Schmidt. Zahlen, wie oft es dort gekracht hat, konnte er am Donnerstag nicht nennen, sprach aber von einem Unfallschwerpunkt, den es nicht mehr geben werde.

Künftig können Autofahrer, die von der A 5 kommen, auf zwei Spuren nach links auf die B 415 abbiegen – und auf zwei Spuren geht’s dann auch weiter Richtung Lahr und rechts am Abbiegeast von der B 415 auf die Schaeffler-Straße vorbei. Erst nach dem Pendlerparkplatz verengt sich die Straße stadteinwärts zu einer Spur.

Warum wird an der Verbindung zwischen Zubringer und Schaeffler-Straße eigentlich kein Kreisel eingerichtet? "Bei dem großen Verkehrsaufkommen dort läuft’s mit einer Ampel schneller", erwiderte Gütle. Zurzeit sind dort täglich 22 000 Fahrzeuge unterwegs, im Jahr 2030 sollen es pro Tag mehr als 30 000 Fahrzeuge sein, besagt eine Prognose, die Schmidt vorstellte.

Ein Bautrupp der Firma Joos asphaltierte am Donnerstag den Pendlerparkplatz neben der B 415, der in der kommenden Woche freigegeben werden soll. Auch am Turbo-Kreisel in der Schaeffler-Straße wurde gearbeitet – dort entsteht der größte Kreisverkehr im Lahrer Stadtgebiet, der einen Durchmesser von 55 Metern und zwei Fahrspuren in jede Richtung haben wird. Zurzeit wird auch die Schaeffler-Straße vom Kreisel bis zum Knotenpunkt Dreispitz auf zwei Fahrstreifen verbreitert, außerdem entsteht auf der Südseite der Straße ein Rad- und Gehweg.

Der Bau des Turbokreisels kostet zwei Millionen Euro, wobei der Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr (IGZ) mit 1,2 Millionen Euro den Löwenanteil übernimmt; den Rest zahlt die Stadt. Laut IGZ-Geschäftsführer Markus Ibert liegt auch der Kreiselbau (Bauleitung: Büro Kappis aus Lahr) voll im Zeitplan und soll im März fertig werden.

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