Lahr Podiumsdiskussion: 900 Gäste beim LZ-Wahlkampf-Start

Lahr - Groß war das Interesse der Bürger am Auftakt der heißen Phase des OB-Wahlkampfes. Rund 900 Zuhörer kamen gestern Abend zur öffentlichen Podiumsdiskussion der Lahrer Zeitung in die neue Mehrzweckhalle auf dem Gartenschaugelände.

Es war der Start von dreieinhalb Wochen intensiver Wahlkampfzeit für die fünf Bewerber Christine Buchheit, Jürgen Durke, Markus Ibert, Lukas Oßwald und Guido Schöneboom. Bevor die Bürger am 22. September darüber abstimmen, wer neuer OB der Stadt wird, bot die Lahrer Zeitung die erste große Gelegenheit, das Kandidaten-Quintett live und miteinander zu erleben. Das ließen sich rund 900 Bürger nicht entgehen. Schon lange vor Saalöffnung hatten sich Schlangen vor der LGS-Halle gebildet.

Die Lahrer Zeitung wolle "alles daransetzen, einen Abend mit viel Austausch, viel Meinung, vielen Eindrücken und vielen Informationen zu bieten", erklärte Redaktionsleiter Jörg Braun. Und so gab es im Laufe von zwei Stunden reichlich Gelegenheit, viel über die Kandidaten zu erfahren. Ein Angebot, das sicher für viele Wähler wichtig ist: Denn mehr als die Hälfte der rund 900 Zuhörer hob den Arm, als zu Beginn gefragt wurde, wer in seiner Wahlentscheidung noch unentschlossen sei.

Informationen, die den Bürgern bei der Entscheidungsfindung helfen können, bekamen sie am Donnerstag von den fünf OB-Bewerbern reichlich. So zeigte sich zum Beispiel, dass die Wahlkampf-Akkus der Kandidaten laut eigener Aussage noch gut aufgeladen sind. Eine erste Uneinigkeit zwischen den Kandidaten offenbarte sich bei der Frage, wer mit einem zweiten Wahlgang rechne. Vier Bewerber hoben die Hand, Guido Schöneboom hingegen glaubt demnach an eine Entscheidung nach dem ersten Wahlgang.

Nach der lockeren "Aufwärmrunde" ging es ums Politische. Die Bewerber antworteten auf Fragen der Redaktion zu den Themen Verkehr, Wohnen, Klimaschutz, Wirtschaft und Flughafen. Die Frage, ob der Flugplatz künftig von chinesischen Investoren betrieben werden soll, wurde auch in Facebook, wo die Veranstaltung live übertragen wurde, diskutiert.

Auf der Bühne war man sich dazu relativ einig: Eine Investition der Chinesen sehen die Kandidaten skeptisch. Markus Ibert schloss einen Verkauf des Flugplatzes an Chinesen aus, Lukas Oßwald war gegen die Fliegerei an sich, Jürgen Durke brachte eine alternative Nutzung ins Spiel und Christine Buchheit sagte, dass es mit ihr keine chinesische Investitionen auf dem Flugplatz geben werde. Die kürzeste Antwort gab jedoch Guido Schöneboom: "Nein." Nachdem sich die fünf Bewerber zu den sechs Fragen der Redaktion geäußert hatten, bekamen auch die Zuhörer die Gelegenheit, die Aspiranten zu löchern.

Über den spannenden Info-Abend zur OB-Wahl berichten wir noch ausführlich in unserer nächsten Ausgabe.

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