Lahr Ob-Wahl: 1000 Plakate umwerben die Wähler

Nicht zu übersehen: Wie hier in der Marktstraße hängen überall im Stadtgebiet Plakate zur OB-Wahl am 22. September. Foto: Braun

Lahr - Lahr wird in diesen Tagen bunt: Hunderte Wahlplakate künden von der bevorstehenden OB-Wahl am 22. September. Seit Samstagfrüh hängen die ersten Schilder von bislang vier Bewerbern, bis zu 1000 Werbetafeln könnten es insgesamt werden.

Schwupps, waren sie da: Buchstäblich über Nacht hat sich das Stadtbild an vielen Ecken verändert. Vier der insgesamt bisher fünf offiziellen Kandidaten für den OB-Posten haben ihre Werbeschilder an Laternenmasten und Säulen platziert: Christine Buchheit, Jürgen Durke, Markus Ibert und Guido Schöneboom. Nur vom Fünften im Bunde, dem Linken-Stadtrat Lukas Oßwald, sucht man Reklame noch vergeblich.

Wie viele Plakate dürfen die Bewerberin und die Bewerber aufhängen? Wer gibt das vor und welche Regularien gibt es? Die Lahrer Zeitung hat bei Stadt und Kandidierenden nachgefragt.  

> Begrenzte Plakatzahl:
200 Schilder darf jeder Kandidat aufhängen. Das hat die Stadt beschlossen, war bei deren Pressestelle zu erfahren. Die Zahl liegt im Ermessen der Stadtverwaltung. Die Werbetafeln dürfen sechs Wochen vor der Wahl aufgehängt werden, Stichtag war Samstag des vergangenen Wochenendes.  

> Markus Ibert:
Er ist im Stadtbild mit seinen Plakaten am optisch präsentesten. Kein Wunder: Ibert setzt auf das Format DIN A 0. Das sind Riesenschilder, verglichen mit den anderen. 200 Plakate hat er aufgehängt, von der ersten möglichen Minute an, ab Samstag nach Mitternacht. Bis morgens um 3 Uhr wurden die Tafeln von 20 Helfern aufgehängt. Bei starkem Regen. Ibert war selbst dabei. Drei Motive gibt es von ihm, alle mit seinem Konterfei.  Guido Schöneboom: Auch er setzt auf 200 Exemplare, mit zwei Motiven in seiner Wahlkampffarbe mintgrün. Eines zeigt ein Foto von ihm, das andere eine Zeichnung. Aufgehängt wurden die Plakate am Wochenende von einer beauftragten Firma. Schönebooms Plakate sind im Format DIN A 1 und damit nur halb so groß wie jene von Kandidat Ibert.

>  Christine Buchheit:
Die Kandidatin setzt auf ein einziges Motiv: ihr Konterfei, in DIN A 1. Auch sie hat die Höchstmenge von 200 Plakaten ausgenutzt, im ganzen Stadtgebiet wurden sie platziert. Ein Team an Helfern war im Einsatz, das sie selbst am Samstag in der Innenstadt beim Aufhängen begleitet hat.

>  Jürgen Durke:
Auch er baut auf die DIN A 1-Variante, wie alle anderen Bewerber aus Kunststoff. Doch Durke will Dutzende Motive platzieren. 30 Motive, die schon beim Wahlkampf um den Gemeinderat für die Tierschutzpartei im Einsatz waren, plus zehn bis 20 neue Motive, speziell auf Lahr bezogen.  

> Lukas Oßwald: Von ihm sieht man noch keine Motive, er ist noch im Urlaub, weshalb er wohl auch auf unsere Anfrage hin nicht antwortete. Im Kommunalwahlkampf warb er mit seinem Bild als Wahlmotiv.  

> Wahlstände:
Auch da gibt es klare Regeln. Im öffentlichen Verkehrsraum sind sie laut Stadt erlaubnispflichtig. Die Kandidaten müssen sie beantragen. In der Marktstraße sind die Standorte vorrangig an angrenzenden Plätzen. Werden mehr Standorte benötigt, kommen auch Flächen bei Querstraßen in Frage. Für die Einreichung der Anträge für Stände wurde den Bewerbern ein Termin gesetzt. Liegt für einen Standort und Aufstelltermin mehr als ein Antrag vor, wird für den Zeitraum des Wahlkampfs die Anzahl der Belegungen je Bewerber für diesen Standort begrenzt und ein anderer zugewiesen. "Es wird hierbei auf eine gerechte Verteilung geachtet", sagt die Stadt.

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