Lahr Feuerwehr: 100 Prozent für Hemberger

Lahr - Die Abteilungen Mietersheim und Sulz bilden zusammen den Dritten Löschzug der Lahrer Feuerwehr, deshalb haben sie bei einer gemeinsamen Hauptversammlung zurückgeblickt. Ralf Hemberger wurde als Abteilungsleiter für Sulz bestätigt.

Hemberger erzielte an dem Abend im Haus am See im Seepark ein herausragendes Ergebnis, er erhielt 100 Prozent aller Stimmen. Der frisch bestätigte Abteilungsleiter zeigte sich erfreut über das Vertrauen, das ihm für die nächsten fünf Jahre ausgesprochen wurde.

Die Abteilungsleiter Hemberger (Sulz) und Roland Pfaff (Mietersheim) trugen die Jahresberichte vor. 20 Übungsdienste gab es, darunter sechs Zugübungen des Dritten Löschzugs sowie vier separate Übungsabende für Atemschutzträger, zu denen auch ein Durchgang in der Atemschutzstrecke gehörten.

Eine Zugübung führte die Feuerwehrleute an das ehemalige Süd-Gebäude des Ortenau-Klinikums, das zum Abriss bereitstand. Dort wurden die Brandbekämpfung und Stationsräumung geübt. Eine weitere Übung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und Veterinären befasste sich mit der Dekontamination, bei der man sich mit einer möglichen Verbreitung der afrikanischen Schweinepest auseinandersetzte.

Nach dem Einsatz im Europa-Park gab es Applaus für Wehrleute

Auch bei der Landesgartenschau war der Dritte Löschzug sehr aktiv. Zum einen stellte die Feuerwehr regelmäßig Brandsicherheitswachen zu den Veranstaltungen auf dem LGS-Gelände, zum anderen traten die Brandbekämpfer am Blaulichttag selbst als Veranstalter auf. Personal wurde nicht nur bei der Landesgartenschau gestellt, sondern auch bei der Chrysanthema waren die Abteilungen Sulz und Mietersheim gefordert.

Im Vorjahr wurde der Dritte Löschzug zu 17 Hilfeleistungen gerufen. Dazu zählten: Baum auf Straße, Tierrettung, Wasserrohrbruch, Hochwasser, zwei Verkehrsunfälle, ein Fahrzeug im Bach und ein Küchenbrand in Mietersheim. Zusätzlich wurde man zu vier gemeinsamen Alarmen als Löschzug gerufen. Hierzu gehörte auch der Brand im Europa-Park, der den Feuerwehrleuten alles abverlangte. "Zum ersten Mal habe ich erlebt, dass wir Applaus für unsere Arbeit erhalten", sagte Ralf Hemberger rückblickend mit belegter Stimme über den Großeinsatz im Freizeitpark.

Zu den vergleichsweise einfachen Aktionen zählten das Aufstellen von "Jubiläumsbäumen" sowie die Unterstützung der Jugendfeuerwehr bei der Christbaumaktion, außerdem die Hilfe bei dem einen oder anderen Fest.

Gemeinsam stellt man im Dritten Löschzug 64 Aktive. In Mietersheim hat sich ge­genüber dem Vorjahr mit 31 Aktiven nichts geändert. In Sulz waren zwei Austritte zu verzeichnen, die einem Wohnungswechsel und gesundheitlichen Gründen geschuldet waren. Daher ist die Zahl der Aktiven dort von 35 auf 33 gesunken.

Uwe Haller trug den Kassenbericht der Abteilung Sulz für den abwesenden Kassenwart Christian Heitzmann vor, Benjamin Karl sprach hier für Mietersheim. Beide berichteten von einem ausgeglichenen Kassenstand.

Auch der Bericht der Erkunder-Gruppe zeugte von einem intensiven Jahr. Insgesamt 14 Einsätze mussten abgewickelt werden. Dazu gehörte auch der Bombenfund am 1. August am Hohbergweg.

Zum Abschluss kamen noch die Ortsvorsteher Diana Frei und Rolf Mauch zu Wort, die sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit zeigten.

Über die Jugendabteilung werden wir morgen berichten.

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