Kürzell Mehr Wohnraum statt Abriss

In der Ortsmitte in Kürzell soll hinter der alten Schule mehr Wohnraum entstehen. Foto: Lübke

Kürzell - Die im Ortschaftsrat Kürzell eingereichten Bauanträge sollen befürwortend an den Gemeinderat weitergeleitet werden. Dort kam es zur Diskussion über einen Bauantrag zur Genehmigung der Errichtung eines Wintergartens auf dem Flachdach einer Garage, da dieser bereits seit dreißig Jahren errichtet ist.

Erst gebaut, dann Antrag gestellt 

Bodo Lange (FL) merkte dazu an, dass wieder einmal erst gebaut wurde und dann ein Genehmigungsantrag gestellt wurde, wo hingegen Gerhard Bidermann (GUL) anmerkte, dass nach dreißig Jahren auch Straftaten nicht mehr geahndet werden. Der Bauantrag wurde mit fünf Zustimmungen, einer Gegenstimme und drei Enthaltungen befürwortend an den Gemeinderat weitergeleitet.

Eine Aufwertung der Ortsmitte erhofft sich der Ortschaftsrat vom Ausbau des "Milchhiisli" und "Stierstalls" hinter der "Alten Schule", die bereits zu Wohnungen umgebaut ist. Hatte sich der vorherige Ortschaftsrat noch für einen Abbruch der Gebäude ausgesprochen, sollen die denkmalgeschützten Gebäude in der Kürzeller Hauptstraße 40 und Oberdorfstraße 1 nun von außen erhalten bleiben. Im Inneren soll moderner Wohnraum entstehen. Die Dachfläche der südwestlichen Ausbaurichtung soll eine Photovoltaikanlage erhalten.

Ein Stellplatz pro Wohnung ist ausreichend 

Im alten "Stierstall" sollen zwei Wohnungen entstehen und das "Milchhiisli" soll eine Wohnung auf zwei Ebenen erhalten. Sven Kirner (FL) merkte an, dass in den Plänen insgesamt sieben Stellplätze ausgewiesen sind.

Da in der "Alten Schule" fünf Wohnungen sind und nun zwei weitere hinzu kommen und der Bau im nicht überplanten Innenbereich liege, bei dem nur ein Stellplatz pro Wohneinheit nachgewiesen werden muss, ist dies allerdings ausreichend. Somit entschied sich der Ortschaftsrat einstimmig, den Bauantrag befürwortend an den Gemeinderat weiterzuleiten.

Gartengrundstücke weiterhin im Amtsblatt ausgeschrieben

Ortsvorsteher Hugo Wingert gab noch bekannt, dass in nichtöffentlichen Sitzungen seit dem 23. Januar beschlossen wurde Ackergrundstücke neu zu verpachten, zwei Grundstücke gekauft wurden und ein Grundstück zum Tausch angeboten wurden, wozu es noch Verhandlungen gibt. Auch wurden Gartengrundstücke verpachtet.

Hierzu merkte Hugo Wingert an, dass der Ortschaftsrat beschlossen hat für Gartengrundstücke keine Warteliste zu erstellen, sondern weiterhin neu zu verpachtende Gartengrundstücke im Amtsblatt auszuschreiben. Für die beiden Straßen im Neubaugebiet Kleinfeldele III legte der Ortschaftsrat Kürzell fest, dass die bis jetzt mit Planstraße A bezeichnete Straße zukünftig "Schlesenweg" und die Planstraße B "Am Nußbaum" heißen soll. Der "Buchenweg" wird weitergeführt.

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