Komfortable Tabellensituation DJK Offenburg schiebt sich in der Tabelle nach vorne

Tim Karcher
Jele Stortz ist mit zehn Einzelsiegen in dieser Saison endgültig in der zweiten Bundesliga angekommen. Foto: Künstle

Die Damen der DJK Offenburg haben ihren kräftezehrenden Doppelstart am Wochenende bestanden. Nach einem Sieg und einem Unentschieden ist der Ortenauer Zweitligist vorübergehend auf den vierten Platz in der Tabelle geklettert.

Zweite Bundesliga, Frauen: SV Schott Jena – DJK Offenburg 3:6; LTTV Leutzscher Füchse – DJK Offenburg 5:5. Beide Gegner waren in der Tabelle hinter den Ortenauerinnen platziert, weshalb die Favoritenrolle eigentlich klar schien. Nichtsdestotrotz war man sich im Lager der DJK Offenburg klar darüber, dass zwei sehr schwere Auswärtsspiele anstehen würden. Grund dafür ist, dass sich die Liga ab Rang vier sehr ausgeglichen zeigt. Dementsprechend hart umkämpft verliefen beide Begegnungen.

Kurios war vor allem die Samstagspartie in Jena, wo die Gäste einen klassischen Fehlstart mit zwei verlorenen Eingangsdoppeln hinlegten. Etwas unglücklich im Nachhinein war, dass die Offenburger Spitzenkombination Marchetti/Toth auf das stärkere der beiden Gastgeberdoppel Harac/Lavrova traf. Die DJK-Spielerinnen, die sich zuletzt sehr stabil zeigten, unterlagen recht deutlich, sollten sich aber nicht allzu stark grämen. Für das Spitzendoppel aus Jena war es der elfte Sieg bei zwölf absolvierten Doppeln.

Gegen Jena einen 0:2-Rückstand gedreht

Da auch das junge DJK-Doppel Kirner/Stortz im Entscheidungssatz unterlag, galt es in den Einzeln eine 0:2-Hypothek zu drehen. Diese Aufgabe wurde bravourös gemeistert. Sowohl mental wie auch spielerisch zeigte sich das Team vom Sägeteich stark, wobei sicherlich die Nummer zwei der Mannschaft, Edina Toth, herausstach. Die ungarische Abwehrkünstlerin sicherte beide Einzel relativ souverän gegen Lavrova und Harac, die beide höhere TTR-Werte vorweisen, und zeigte damit, dass sie weiterhin im vorderen Paarkreuz der zweiten Liga gut bestehen kann. Mit einer Bilanz von 8:12 leistet Toth in dieser Runde einen wertvollen Beitrag. Auch Jana Kirner sicherte beide Einzelsiege und kämpft sich nach ihrer hartnäckigen Erkältung wieder zurück zu alter Form. Nach dem Remis in der Hinrund kann der Sieg als gutes Zeichen gewertet werden.

Stärker als in der Vorrunde präsentierten sich am Sonntag die Leutzscher Füchse. Wo die Offenburgerinnen im Januar noch einen 6:3 Erfolg feiern konnten, kamen sie in fremder Halle nicht über eine Punkteteilung hinaus. Sehr erfreulich aus Sicht der Gäste war der Auftritt von Nathalie Marchetti, die in dieser Saison ihren eigenen, hochgesteckten Ansprüchen noch nicht zu einhundert Prozent gerecht werden konnte. Die Belgierin, die nun bereits im dritten Jahr für die DJK aufläuft, gewann beide Einzel und das Doppel an der Seite von Toth und hatte damit mit drei der fünf Punkten den Löwenanteil am Auswärtspunktgewinn. Sie weist nun eine Einzelbilanz von 11:17 vor und hat sich damit stabilisiert.

Jele Stortz endgültig in der Liga angekommen

Endgültig in der zweiten Liga angekommen ist auch Nachwuchsass Jele Stortz. Nach ihrem Spielverhältnis von 2:2 aus dem Auswärtsdoppelstart steht sie im hinteren Paarkreuz nun mit 10:4 Siegen sehr gut da und scheint nun auch ihre Schulterbeschwerden im Griff zu haben.

Mit dem vierten Platz in der Tasche kann die Mannschaft aus Südbaden nun komfortabel und befreit in die beiden letzten Begegnungen dieser Saison gehen. Am 20. März und 3. April trifft man jeweils zu Hause auf die Teams aus Staffel und Annen.

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